IBM 650 Drum

1954 · Magnetic Drum Memory · Werk 633 von 1.871

IBM 650 Drum, 1954, Magnetic Drum Memory

The magnetic drum of a 1954 data processing machine with its covers removed, a hollow steel cylinder about ten centimetres across and forty centimetres long, matt silver-grey, lying horizontally in a half-cylindrical cradle of bare aluminium, along the cradle dense rows of small magnetic heads in blocks set close to the drum surface, from every head a bundle of five twisted wires insulated in yellow, red and black rising in a dense upright bundle and ending in rows of cream-white connectors, grey sheet-steel cabinet frames around it, a technician's hands in white cotton sleeves holding a feeler gauge at one head, even workshop light.

Wofür es benutzt wurde
Die Trommel der IBM 650 war nicht Hintergrundspeicher, sondern der ganze Arbeitsspeicher der Maschine. Die 650 wurde am 2. Juli 1953 als Magnetic Drum Calculator angekündigt und ab Dezember 1954 ausgeliefert. Die Trommel war nach einer bei History of Information wiedergegebenen IBM-Darstellung vier Zoll im Durchmesser und sechzehn Zoll lang, drehte sich 12.500-mal je Minute und hielt 20.000 Ziffern auf 2.000 Adressen. Ein Wort umfasste zehn Dezimalstellen und ein Vorzeichen; lieferbar waren 1.000, 2.000 oder 4.000 Wörter. Die mittlere Zugriffszeit gibt John H. Clark mit etwa 2,496 Millisekunden an. Die Rechnereinheit kostete 3.200 Dollar Monatsmiete.
Was daran neu war
Neu war nicht die Trommel, sondern was sie mit dem Programmieren machte. Weil alles auf der rotierenden Fläche lag, entschied die Platzwahl über die Wartezeit: Man verteilte die Befehle so über die Trommel, dass der nächste gerade unter dem Kopf stand, wenn er gebraucht wurde. Das Rechnen hatte damit eine Geografie. Der Widerhaken sind die Stückzahlen. IBMs eigene Marktschätzung ging von etwa 50 Maschinen aus; gebaut wurden zwischen 1953 und 1962 annähernd 2.000. Sie war einer der ersten Rechner, an denen Programmierer selbst arbeiten konnten. Dazu eine zweite Zahl: Der wahlweise Kernspeicher von 60 Wörtern kostete 1.500 Dollar im Monat, fast die Hälfte der Miete der Rechnereinheit.

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