A twistor memory module on a laboratory bench in 1957, a flat card of matt silver aluminium about seventeen by thirty-two centimetres and three millimetres thick lying in the foreground, its face covered by a fine regular grid of tiny dark rectangular magnets in sixty-four columns, beside it a long flat ribbon of clear amber plastic with forty-four hair-fine parallel wires embedded along its length, folded back and forth in wide loops, behind them an open module frame holding many such cards standing upright close together, tweezers and a stereo microscope on the bench, a white laboratory coat sleeve at the edge of the frame, cool north light.
Wofür es benutzt wurde
Der Twistor war ein Speicherelement der Bell Telephone Laboratories. An die Stelle des Ferritrings, durch den Drähte gezogen werden, trat ein verdrillter Magnetdraht, in dem die Magnetisierung einem schraubenförmigen Weg folgt: Der Draht ist Speicher und Leseleitung in einem. Andrew H. Bobeck beschrieb ihn in dem Aufsatz "A New Storage Element Suitable for Large-Sized Memory Arrays - The Twistor" im Bell System Technical Journal vom 1. November 1957, ab Seite 1319. Der Aufsatz setzt beim Wiedemann-Effekt an, den er ein Jahrhundert zurückdatiert: Ein stromdurchflossener magnetisierter Stab ändert seine Länge schraubenförmig, und ein verdrillter Stab erzeugt beim Magnetisieren eine Spannung zwischen seinen Enden. Aus einer eigenen Beobachtung an Nickeldraht, der beim Ummagnetisieren eine Spannung zwischen seinen Enden zeigte, schloss Bobeck, der Fluss im Draht müsse einem schraubenförmigen Weg folgen.
Was daran neu war
Neu war nicht der physikalische Effekt - Bobecks eigener Einstieg verweist auf Wiedemann ein Jahrhundert früher. Neu war die Bauform: Der Aufsatz hoffte, die Speicherfelder weben statt fädeln zu können, und genau darauf zielt der Titel mit den großen Speicherfeldern. Aus dieser Linie kamen später kartenweise wechselbare Permanentmagnet-Twistoren (Alexander, McAlexander, Young und Salhany, 1962). Der Widerhaken: Das Element funktionierte und fand seinen Platz, nämlich in der Vermittlungstechnik des Bell-Systems, verdrängte den Kernspeicher im Rechner aber nicht, und der Halbleiterspeicher überholte dann beide. Aus der Twistor-Entwicklung bei Bell Labs gingen später die magnetischen Blasenspeicher hervor, die ebenfalls nicht blieben.
Was die Quellen offenlassen: Die Nokia-Seite zeigt nur den Anfang des Aufsatzes; der volle Text liegt bei archive.org. Die Angaben, wo und wie lange der Twistor im Bell-System benutzt wurde, stammen von einer Sammlerseite, nicht von einem Betreiber oder Archiv. Stückzahlen konnten nicht belegt werden; an Kapazität nennt der Aufsatz nur eine Versuchsanordnung von 320 Bit.