A wide tide-predicting machine in a long glazed case, forty-two gear trains standing in a row along its length, each train a stack of gears with its own pulley on a crank set to one tidal constituent, the pulleys of different diameters and the whole row of them stepping away into the depth of the case, a single wire threading over every pulley in a long zigzag, a plotting pen at the end of the machine running out a continuous curve on a roll of plain paper, the paper carrying one drawn curve, the frame grey painted steel with bright brass gearing, in a tidal institute workroom of the late 1940s, one electric pendant lamp lit over the pen end, the rest of the room dark.
Wofür es benutzt wurde
Die Doodson-Légé-Maschine ist eine mechanische Gezeitenrechenmaschine, 1950 von Légé and Co. in London gebaut. Sie summiert 42 Teiltiden und zeichnet daraus die Gezeitenkurve eines Hafens. Arthur Thomas Doodson vom Liverpool Tidal Institute bestellte sie bei Légé and Co. in London, nachdem er den Geschäftsführer Jebson nach den Kosten einer Maschine mit mindestens 35 Teiltiden gefragt hatte. Sie kostete 5.049 Pfund und wurde im Dezember 1950 nach Bidston geliefert. Dort rechnete sie die Jahresvorhersagen für bis zu 180 Häfen in aller Welt. Zunächst war sie einseitig gebaut, 1956 wurde sie auf beide Seiten erweitert. Heute steht sie im National Oceanography Centre in Liverpool; restauriert wurde sie 2013 bis 2015.
Was daran neu war
Das Maß ist die Zahl der Teiltiden: 42 gegenüber 33 bei der 1906 von Edward Roberts entworfenen Maschine, die Doodson 1929 für 753 Pfund 15 Shilling von der Familie Roberts gekauft und später bei Chadburns auf 40 erweitert hatte. Mehr Teiltiden heißt, dass die Maschine auch die kleineren Glieder eines schwierigen Hafens mitrechnen kann. Der Widerhaken liegt im Zeitpunkt. Die Maschine kam im Dezember 1950 an; in den 1960er Jahren stellte Bidston auf Digitalrechner um. Das National Oceanography Centre hält dazu fest, dass die Digitalrechner im Kern dieselbe Mathematik benutzen und der Vergleich beider Verfahren zeigt, dass die Maschine weiterhin sehr genau ist. Sie wurde nicht widerlegt, nur überholt; von Zeit zu Zeit wird sie in Betrieb genommen, um sie lauffähig zu halten.
Was die Quellen offenlassen: Die Jahresangabe 1949 ist in den eingesehenen Quellen nicht belegt. Woodworth (2020) und das National Oceanography Centre nennen beide die Lieferung im Dezember 1950; das NOC gibt 1950 als Baujahr an. Ein genaues Enddatum nennt keine Quelle; das NOC nennt die Maschine seit der Umstellung auf Digitalrechner in den 1960er Jahren außer Gebrauch, Woodworth (2020) zeigt aber eine Einstellkarte der Maschine für Vorhersagen für Hilbre Island 1987 und 1988.