The Rockefeller Analyzer

1942 · Electromechanical Analysis · Werk 652 von 1.871

The Rockefeller Analyzer, 1942, Electromechanical Analysis

A room-sized machine of relay racks and shafted integrators, a long bed of shafts and integrator discs down the middle, tall racks of relays along the walls, cable trunks running overhead, its connections set by punched paper tape read in tape readers on a console at one end, tape reels waiting on a table beside the console, the machine grey painted steel with bright shaft ends, every object of wartime 1942 make, in a large university machine hall, one bank of overhead lamps lit above the console, the far end of the hall falling into darkness.

Wofür es benutzt wurde
Der Rockefeller Differential Analyzer war die große Rechenmaschine des MIT: ein mechanischer Analogrechner, der Differentialgleichungen löste, indem Wellen, Scheiben und Räder die Rechnung körperlich ausführten. Larry Owens beschreibt die Anlage als fast hundert Tonnen schwer, mit mehreren tausend Relais, etwa hundertfünfzig Motoren und rund zweitausend Elektronenröhren. Die erste Vorführung war am 13. Dezember 1941, da war die Maschine noch unfertig; im März 1943 lief etwa die Hälfte, und die Funktionseinheit war nach Owens bei Kriegsende noch nicht vollständig. Gerechnet wurden Schusstafeln und Profile von Radarantennen. Owens nennt sie, vom Computer History Museum zitiert, "the most important computer in existence in the United States at the end of the war".
Was daran neu war
Neu war nicht das Rechenprinzip. Vannevar Bushs erster Differentialanalysator lief nach Owens schon 1930/31, hatte sechs Scheibenintegratoren und kostete das MIT etwa 25.000 Dollar. Bei dieser Maschine musste man für jede neue Gleichung die Wellen von Hand neu anordnen. Der Rockefeller-Rechner stellte sich dagegen über Lochstreifen und Telefonrelais selbst ein und hatte mehr Integratoren als der Vorgänger, konnte also kompliziertere Aufgaben in kürzerer Rüstzeit annehmen. Der Preis dafür war die Größe: Die Maschine war erst betriebsfähig, als ihre Bauart auslief. Das MIT wandte sich bis 1950 digitalen Maschinen zu, und die Anlage wurde erst 1954 abgebaut.

Was die Quellen offenlassen: Zur Finanzierung nennen die Quellen verschiedene Zahlen: Owens 10.000 Dollar (1935) und 85.000 Dollar (März 1936) von der Rockefeller Foundation, das Computer History Museum 230.500 Dollar. Die Zahl der Integratoren nennt keine der beiden Quellen. Sie steht deshalb nicht im Text.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausBush Differential Analyzer1931Der Rockefeller-Analysator war am MIT die größere Nachfolgemaschine von Bushs Analysator, gebaut von Bushs Gruppe mit 230.500 Dollar der Rockefeller Foundation. Er trug 18 Integratoren; verschaltet wurde er über Lochstreifen und Telefonrelais statt über umgesteckte Wellen.Beleg: Computer History Museum, Revolution: Bush's Analog Solution · Differential Analyzers, Engineering and Technology History Wiki (IEEE)

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