The Dreyer Table

1911 · Fire Control Table · Werk 660 von 1.871

The Dreyer Table, 1911, Fire Control Table

A large plotting table below decks carrying plotting paper on a moving roll, the paper ruled graph paper carrying a few drawn pen traces, several pens on carriages drawing simultaneous traces across the roll, handwheels and graduated dials with fine tick marks along the edge of the table, voice pipes with brass mouthpieces and telephone handsets ranged along its rim, anonymous operators seen from behind bent over the table, in the transmitting station of a battleship, riveted steel bulkheads, one caged electric lamp above the table, the compartment beyond dark.

Wofür es benutzt wurde
Die Dreyer-Tafel war der Feuerleitrechner britischer Großkampfschiffe, aufgestellt in der Transmitting Station tief unter Deck. Sie trug die gemessenen Entfernungen und Peilungen über der Zeit auf Papier auf, leitete daraus mit einem Dumaresq und Uhrwerken die Änderungsraten ab und gab laufend Geschützentfernung und Vorhaltewinkel an die Türme. William Schleihauf nennt sie "an analogue computer, used to calculate the gun range and deflection, which would be transmitted to the guns" und ihr Grundprinzip das Auftragen der Entfernung über der Zeit. Nach dem Dreadnought Project entstand 1911 ein einzelnes Urmodell, das im März 1914 nachträglich als "Mark II" bezeichnet wurde; die Serienbauformen kamen von 1912 bis 1922 an Bord, von der handbetriebenen Mark I in älteren Schiffen bis zur Mark V in der Hood.
Was daran neu war
Was die Tafel konnte: Aus einer Wolke ungenauer Einzelmessungen eine brauchbare Rate machen. Statt die Entfernung zu schätzen, zeichnete man viele Messwerte über der Zeit auf, legte eine mittlere Linie hinein und ließ die Uhr die Entfernung damit fortschreiben. Wer die Idee hatte, ist strittig, und die Darstellungen widersprechen sich im Urteil: Die Seite des Jutland-Centenary nennt Arthur Pollen "probably" den Erfinder des Grundgedankens und schreibt, Dreyer und Keith Elphinstone hätten ihre Uhr nach den Plänen der Argo-Uhr gebaut, zu denen sie Zugang erhalten hatten; sie nennt das "questionable" und meint, die Admiralität habe sich vom niedrigeren Preis überzeugen lassen. Der Widerhaken steckt in der Praxis: Nach dem Dreadnought Project war die Peilaufzeichnung "widely criticised" - Schritte von einem Viertelgrad, wandernde Kreisel, 120 Grad auf der Papierbreite, so dass mäßige Peilraten nur flache, schwer messbare Winkel ergaben - und bis 1919 galt als ausgemacht, dass die Entfernungsmessungen für eine verlässliche Rate zu dünn waren. Schleihauf hält dagegen fest, die Tafel habe trotz der Kritik funktioniert.

Was die Quellen offenlassen: Zum Jahr 1911 ist nach dem Dreadnought Project nicht die Mark I gemeint, sondern das einzelne Urmodell; die Mark I kam erst 1915/16 an Bord. Dieselbe Seite nennt die Einbaulisten ausdrücklich "incomplete and at times unreliable". Gesamtstückzahlen fehlen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitThe Dumaresq1902Der Dumaresq mit seiner Vickers-Entfernungsuhr ist eines der drei Hauptstücke des Dreyer-Tisches. Er setzt die Bewegung beider Schiffe und die Peilung in die Entfernungsänderung um. Die an der Uhr eingestellte Rate treibt eine Schnecke, die den Stift über das Entfernungsblatt zieht; in der Mark-I-Reihe war die Uhr dafür zu schwach, ein Bediener übertrug die Bewegung per Handrad.Beleg: The Dreadnought Project, Notizen zum Handbook of Captain F. C. Dreyer's Fire Control Tables, Admiralty C.B. 1456 (1918); Archivfassung vom 19.3.2016

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