The Norden Bombsight

1942 · Bombing Computer · Werk 664 von 1.871

The Norden Bombsight, 1942, Bombing Computer

A stabilised optical head on a gyro platform, a small telescope pointing down through an opening in the floor, knurled setting knobs around its base, a graduated dial with fine radial tick marks on its side, the head black crackle finish with bright steel gimbal rings, mounted at the bombardier's station in the glazed nose of a bomber, the plexiglass nose panels and framing around it, every object of wartime 1942 make, at night, one small shaded lamp above the sight throwing its cone of light on the knobs, the nose compartment beyond dark.

Wofür es benutzt wurde
Das Norden-Bombenzielgerät war der Rechner im Bug amerikanischer Bomber: ein Fernrohr auf einem Kreiselkörper, mit einem mechanischen Rechenwerk darunter. Nach der Faktenschrift des National Museum of the United States Air Force gab der Bombenschütze Windrichtung, Eigengeschwindigkeit und Höhe in das analoge Rechenwerk ein; dieses bestimmte die Windabtrift und gab den richtigen Zielpunkt. Ein Kreisel hielt das Fernrohr auf großer Höhe waagerecht, und mit dem Sperry-C-1-Autopiloten verbunden lieferte das Gerät nach Darstellung des Museums eine Genauigkeit ohne Vorbild. Entwickelt hatte es Carl Norden für die US Navy; das Army Air Corps erhielt sein erstes 1932. Weil die Fertigung nachhinkte, flogen die Army Air Forces bis 1943 mit dem weniger genauen Sperry S-1, bis genug Norden-Geräte vorhanden waren.
Was daran neu war
Was das Gerät konnte: Es bestimmte aus Wind, Fahrt und Höhe den Zielpunkt, und mit dem Autopiloten C-1 gekoppelt konnte nach der Faktenschrift des Museums zum C-1 auch der Bombenschütze das Flugzeug steuern. Das Museum nennt die Genauigkeit "unmatched by any other nation at the time", zugleich aber hochgeheim. Der Widerhaken steht im gleichen Text: Zeitungen behaupteten, man könne damit "drop a bomb into a pickle barrel". Beim Angriff auf Schweinfurt im Oktober 1943 flogen mehr als 250 B-17, und nur etwa jede zehnte Bombe fiel in einen Umkreis von 500 Fuß um das Ziel; verloren gingen 60 Bomber und 600 Flieger, und das Werk wurde nicht vollständig zerstört.

Was die Quellen offenlassen: Hauptquelle ist die Faktenschrift des National Museum of the United States Air Force zum Norden-Gerät; dazu kommt die Faktenschrift des Museums zum Autopiloten, die ihn Honeywell C-1 nennt, während die Norden-Faktenschrift Sperry C-1 schreibt. Die verbreiteten Zahlen zu Stückzahl und Preis (72.000 Stück, 8.800 Dollar je Gerät) ließen sich nur in Wikipedia-Abschriften finden, auch in einer Museumsbeilage, und stehen deshalb nicht im Text.

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