The Recalibration

1952 · Drift Correction · Werk 674 von 1.871

The Recalibration, 1952, Drift Correction

A technician's checklist on a clipboard hung on the front of an analogue computer, the sheet ruled into lines, most lines carrying a pencil tick in the margin, the last two lines still open, a pencil on a string, the writing seen at a shallow angle so it reads as a texture of marks, potentiometer knobs and a graduated dial with fine tick marks on the panel behind the clipboard, in a computing laboratory of the early 1950s, one lamp lit over the clipboard, the laboratory beyond dark.

Wofür es benutzt wurde
Ein Analogrechner musste abgeglichen und jedes neu gesteckte Programm geprüft werden. Jeder Operationsverstärker hatte einen eigenen Abgleichregler; EAI beschreibt beim TR-48 eine individual balance adjustment an jedem Verstärker und beim 231R-V eine dynamic balancing circuit to minimize inherent drift of the direct-coupled amplifier stages. Dazu kam die statische Prüfung. Dabei rechnete man für einen festgelegten Anfangszustand die zu erwartenden Werte von Hand aus und verglich sie mit den Spannungen an den Ausgängen, bei EAI comparing calculated values of the problem variables with voltages measured in the computer program. Erst wenn beide Reihen zusammenpassten, galt der Aufbau als richtig verdrahtet.
Was daran neu war
Eine Neuerung im Sinne eines Geräts steht hier nicht. Belegbar ist, wie das Problem verschoben wurde: Bauteile hatten nach Rubin anfangs etwa ein Prozent Toleranz, ab etwa 1954 lagen temperaturgeregelte Widerstände und Kondensatoren bei 0,01 Prozent, und beim TR-48 hielten zerhackerstabilisierte Verstärker nach EAI die Drift klein. Später wurde die Prüfung automatisiert, beim EAI 231R-V durch das lochstreifengesteuerte Zusatzgerät ADIOS, das den statischen Problemtest automatisch ausführt. Der Widerhaken steht in Rubins eigenem Text: Er räumt ein, Anlagen bei Bedarf so nachgestellt zu haben, dass sie die Vergleichslösung reproduzierten. Die Prüfung, die den Fehler finden sollte, konnte so zum Ziel werden, auf das hin man die Maschine einstellte.

Was die Quellen offenlassen: Für das Jahr 1952 nennen die eingesehenen Quellen kein Ereignis; Rubins Angabe von 0,01 Prozent bezieht sich auf die EAI 31R von etwa 1954, die von einem Prozent auf die Maschinen davor, die EAI-Zitate auf TR-48 und 231R-V der sechziger Jahre. Rubin war Mitarbeiter von Electronic Associates und schreibt über den Markt, in dem seine Firma tätig war.

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