The Woolworth Wallet Card

1938 · Wallet Sample Card · Werk 705 von 1.871

The Woolworth Wallet Card, 1938, Wallet Sample Card

The sales counter of a five-and-dime department store in a small town in the United States in 1938, a flat wooden display tray divided by upright glass partitions, in it rows of brown leather wallets lying opened flat, each wallet with a clear celluloid window pocket, the sample cards tiny and soft in focus, a small red rectangle in each window, the sharp focus lying on the grain and stitching of the leather, small brass price-ticket holders holding blank white tickets, a customer's hand in a beige kid glove and a wool coat sleeve reaching for one wallet, bright store light from white glass globe lamps, the sales aisles soft in focus behind.

Wofür es benutzt wurde
Das war eine Musterkarte, die 1938 in den Brieftaschen der E. H. Ferree Company aus Lockport im Staat New York lag. Sie sollte zeigen, dass die damals neue Sozialversicherungskarte in die Brieftasche passt. Douglas Patterson, Vice President und Treasurer der Firma, ließ dafür die echte Nummer seiner Sekretärin aufdrucken: Hilda Schrader Whitcher, 078-05-1120. Die Musterkarte war nur halb so groß wie eine echte, ganz in Rot gedruckt und trug quer über die Vorderseite das Wort "specimen". Verkauft wurden die Brieftaschen bei Woolworth und in anderen Kaufhäusern im ganzen Land. Nach Angaben der Social Security Administration gaben später über 40.000 Menschen diese Nummer als ihre eigene an, allein 1943 waren es 5.755.
Was daran neu war
An der Karte selbst war nichts neu. Sie war Werbematerial. Neu war, was sie sichtbar machte. Die Sozialversicherungsnummer war 1936 eingeführt worden, und viele Käufer der Brieftasche übernahmen die Nummer der Musterkarte als ihre eigene, und zwar gegen deren eigenen Aufdruck: Das Wort "specimen" stand quer über der Karte und half nichts. Bezahlt hat es nicht die Firma, sondern die Sekretärin. Die Behörde erklärte die Nummer für ungültig, warnte vor ihrer Verwendung und gab Frau Whitcher eine neue. Auch das half nur begrenzt: Noch 1977 fanden sich zwölf Personen, die die alte Nummer weiter benutzten.

Was die Quellen offenlassen: Die Darstellung stammt von der Social Security Administration. Deren Seite ssa.gov/history/ssn/misused.html sperrt Abrufe per Skript, ist im Browser aber erreichbar und trägt alle Angaben, auch Firma und Pattersons Position. Die Wiedergabe in Eastman's Online Genealogy Newsletter ist nicht mehr erreichbar. Gizmodo gibt die Geschichte verkürzt wieder.

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