Schuchow-Turm Nischni Nowgorod

1896 · Hyperboloid Lattice Shell · Werk 74 von 1.871

Schuchow-Turm Nischni Nowgorod, 1896, Hyperboloid Lattice Shell

Shukhov's hyperboloid water tower at the Nizhny Novgorod exhibition of 1896, standing alone on open ground in the exhibition park with its whole base visible: a tall curved lattice of straight riveted steel bars, wide at the foot, narrowing to a waist and flaring again to carry a round water tank at the top, an access ladder climbing the framework, the tower standing on a circular stone foundation ring on level grass, exhibition pavilions and a few visitors in long coats and hats at a distance.

Wofür es benutzt wurde
Der Turm war kein Denkmal, sondern die Wasserversorgung der XVI. Allrussischen Industrie- und Kunstausstellung, die am 28. Mai 1896 in Nischni Nowgorod öffnete; sein Behälter, in der Höhe eines achtstöckigen Hauses, versorgte das gesamte Gelände. Gebaut hat ihn die Firma Bari, entworfen Wladimir Schuchow. Nach der Ausstellung kaufte ihn der Mezen Juri Netschajew-Malzow und ließ ihn auf sein Gut Polibino bringen. Dort arbeitete er bis 1919 weiter als Wasserturm, für die Gutswirtschaft und die Bewässerung des Obstgartens; eine Wendeltreppe von 150 Stufen führt zu den Aussichtsplattformen. 2024 wurde das Gut samt Turm über eine Auktion mit einem Startpreis von 11,4 Millionen Rubel verkauft.
Was daran neu war
Eine gekrümmte Fläche aus lauter geraden Stäben: Zwei gegenläufige Scharen gerader Stahlprofile stützen sich auf einen Ring oben und einen unten, das Ergebnis trägt wie eine Schale und braucht, so die Patentschrift, deutlich weniger Material als die übliche Bauweise. Die gerade Stange ist billig, transportabel und ohne Schmiedearbeit zu stoßen - darin liegt der Unterschied zu konventionellen Gittertürmen, nicht in der Form allein. Das Schutzrecht dazu, das russische Privileg Nr. 1896 für einen "durchbrochenen Turm" (azhurnaya bashnya), wurde am 11. Januar 1896 angemeldet und erst am 12. März 1899 erteilt: drei Jahre, nachdem jeder Ausstellungsbesucher das Prinzip in voller Größe hatte besichtigen können.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Begegnung mitPopov Storm Detector1895Allrussische Industrie- und Kunstausstellung Nischni Nowgorod 1896: Schuchow baute für diese Ausstellung seinen ersten hyperbolischen Turm, einen Wasserturm. Auf derselben Ausstellung stellte Aleksandr Popov seinen zweiten Gewittermelder auf, einen Funkwellen-Empfänger, der Störungen in der Atmosphäre aufzeichnete.Beleg: Linda Hall Library, Scientist of the Day: Vladimir Shukhov · IEEE Spectrum: Who Invented Radio - Guglielmo Marconi or Aleksandr Popov?

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