Popov Storm Detector

1895 · Lightning Detector · Werk 148 von 1.871

Popov Storm Detector, 1895, Lightning Detector

Popov's storm detector at the Saint Petersburg forestry institute, a coherer receiver whose relay rings a bell whose hammer taps the tube back, an aerial wire led up to a mast outside.

Wofür es benutzt wurde
Alexander Popow lehrte an der Torpedoschule der Marine in Kronstadt. Sein Gerät schaltete ein Coherer-Röhrchen auf ein empfindliches Relais, dieses auf eine Klingel, die zugleich als Klopfer diente, und parallel dazu auf einen Schreiber, der auf ein von einem Zwölfstundenwerk gezogenes Papierband eine Linie zog. In seinen eigenen, von Lodge übersetzten Worten lag die eine Elektrode des Coherers über einen isolierten Draht an einem gewöhnlichen Blitzableiter, die andere an Erde, und der Apparat verzeichnete mit einem Querstrich jede elektrische Welle, die aus der Atmosphäre eintraf. So aufgestellt stand er ab Juli 1895 am Meteorologischen Observatorium in St. Petersburg. Der Dienst, den er tat, war Gewitterbeobachtung.
Was daran neu war
Neu war ein unbeaufsichtigter Schreiber, der ferne elektrische Entladungen selbsttätig aufzeichnete, statt sie einem Beobachter zu überlassen. Die Vorführung vor der Russischen Physikalisch-Chemischen Gesellschaft war am 7. Mai 1895, alten Stils am 25. April. Die IEEE-Tafel spricht von gesendeten und empfangenen Zeichen über bis zu 64 Meter; genau das ist strittig. Lodge, der 1900 Popows Aufsatz in Übersetzung vor sich hatte und Marconis Neuheit selbst bestritt, schreibt, Popow habe den erhöhten Draht 1895 als Empfänger benutzt, nicht als Sender. Die Übertragung der Worte Heinrich Hertz am 24. März 1896 ist nicht dokumentiert: IEEE Spectrum schreibt, es gebe keinen amtlichen Nachweis, die Linda Hall Library nennt sie unüberprüfbar, weil die Arbeit für die Marine geschah. Der Widerhaken: die geheime Marinearbeit ist verschwunden, überliefert ist das Wetterinstrument. Popow starb 1906, zwei Jahre bevor die Kommission der Physikalisch-Chemischen Gesellschaft für ihn entschied.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausBranly Coherer1890Das Herz des Geräts ist Branlys Röhrchen. Popow schreibt nach Lodges Übersetzung von einem empfindlichen Relais im Stromkreis mit dem Coherer-Röhrchen und einer Klingel, die zugleich als Klopfer den Coherer zurücksetzt; eine Elektrode des Röhrchens lag am Blitzableiter, die andere an Erde. Die IEEE-Tafel nennt als Empfänger einen Metallfeilspäne-Coherer, den Popow selbst weiterentwickelt hatte.Beleg: Oliver J. Lodge, Signalling Across Space Without Wires, 3. Aufl., S. 60-62 (Popows Mitteilung von 1895 in Übersetzung nach The Electrician Bd. XL, S. 235) und S. 20 (Branlys Feilspänröhre) · IEEE Milestone (ETHW): Popov's Contribution to the Development of Wireless Communication, 1895 (Empfänger mit Metallfeilspäne-Coherer, Relais und Klingel)
  2. Folgt ausHertz Spark Apparatus1887Popow erregte die Wellen mit Hertz' eigenem Sender. In der von Lodge übersetzten Mitteilung von 1895 schreibt er, er weise Wellen auf einen Kilometer nach, wenn er als Sender einen Hertzschen Vibrator mit Kugeln von 30 Zentimetern benutze - die Zinkkugeln des Karlsruher Dipols. Die IEEE-Tafel: er hatte Hertz und Lodge studiert. Neu war der Empfänger, Coherer und Relais statt Drahtring.Beleg: Oliver J. Lodge, Signalling Across Space Without Wires, 3. Aufl., S. 62 ('a Hertz vibrator with 30 centimetre spheres') · IEEE Milestone (ETHW): Popov's Contribution to the Development of Wireless Communication, 1895 ('He studied the works of Hertz, Lodge, and others')
  3. Begegnung mitSchuchow-Turm Nischni Nowgorod1896Allrussische Industrie- und Kunstausstellung Nischni Nowgorod 1896: Popov stellte hier seinen zweiten Gewittermelder auf. Den ersten hatte er im Juli 1895 am meteorologischen Observatorium des Forstinstituts in St. Petersburg installiert; er erfasste Gewitter bis etwa 50 Kilometer Entfernung. Für dieselbe Ausstellung baute Schuchow seinen ersten hyperbolischen Turm, einen Wasserturm.Beleg: IEEE Spectrum: Who Invented Radio - Guglielmo Marconi or Aleksandr Popov? · Linda Hall Library, Scientist of the Day: Vladimir Shukhov

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