1959 · Multi-Position Sorting Machine · Werk 746 von 1.871
A multi-position envelope sorting machine of 1959 in a windowless hall of a post office in Michigan, a wall of grey painted steel panels twenty-three metres long and two metres seventy high, twelve seating bays set into its front at equal spacing, in the nearest bay a woman in a short-sleeved white blouse seen obliquely from behind on a swivel stool, both hands on two stepped rows of ten long narrow smooth keys each, before her at eye level a narrow window in which one single envelope stands upright, back side toward the lens, the other eleven bays receding along the wall, pale green linoleum floor, cool even light from fluorescent tubes overhead.
Wofür es benutzt wurde
Die mehrplatzige Briefsortiermaschine war eine Wand aus Bedienpulten: Jeder Bediener las die Anschrift, drückte ein Tastenmuster, und die Anlage ließ den Brief in eines von Hunderten Fächern fallen. Nach der eigenen Darstellung des Postdienstes entstand die erste in Amerika gebaute mehrplatzige Briefsortiermaschine in den späten 1950er Jahren, wurde 1959 in Detroit erfolgreich erprobt und ging auf eine Maschine mit 1.000 Fächern zurück; den ersten Serienauftrag über 10 Maschinen erhielt die Burroughs Corporation. Das National Postal Museum schreibt, Burroughs habe 1959 die erste amerikanisch gebaute Briefsortiermaschine vorgestellt, damals die größte der Welt. Vorher stand ab 1957 eine im Ausland gebaute Transorma zur Probe in einem amerikanischen Postamt: nach Darstellung des Postdienstes 5 Bediener, 300 Trennungen, etwa 15.000 Sendungen je Stunde.
Was daran neu war
Was neu war, lässt sich nur vorsichtig sagen: Mehrplatziges Sortieren gab es mit der Transorma schon 1957 im amerikanischen Probebetrieb. Die Maschine von 1959 war nach Darstellung des Postdienstes die erste im Land gebaute, das National Postal Museum nennt sie die damals größte der Welt. Die Transorma schaffte laut Postdienst 300 Trennungen bei 15.000 Sendungen je Stunde; 1968 arbeiteten die Anlagen mit 160 bis 279 Trennungen bei bis zu 43.200 Briefen je Stunde. Der Preis stand beim Personal. Das Museum unterscheidet Tastensortierung, bei der die Bediener die Tastenmuster auswendig kannten, von Codesortierung mit einem aus der Anschrift abgeleiteten Code. Die Tastensortierung verlangte Gedächtnisarbeit. 1968 liefen 137 Maschinen in 37 Ämtern, ein Jahr später 205 in 79.
Was die Quellen offenlassen: Das National Postal Museum nennt die Burroughs-Maschine die erste in Amerika gebaute Briefsortiermaschine; Publication 100 sagt genauer „MPLSM“ und nennt ältere amerikanische Briefsortierer, die Gehring Mail Distributing Machine (ab den 1910er Jahren) und den Sestack Letter Sorter (1940er Jahre).