The Tokyo Mail Sorter

1968 · Handwritten Postcode Reader and Sorter · Werk 756 von 1.871

The Tokyo Mail Sorter, 1968, Handwritten Postcode Reader and Sorter

An automatic mail sorting machine of 1968 in a postal hall in Tokyo in summer, a wall of cabinets six metres long and two metres high, clad in plain grey panels of sheet metal, at the left end a narrow dark feeding cabinet with a slim intake slot, to the right five horizontal rows of twenty open pockets each, in every pocket pale envelopes standing slanted and seen edge-on, above each row a plain narrow metal strip, on a steel table in front one single envelope lying back side up, a postal worker seen from behind in a short-sleeved white shirt at the intake, daylight from tall steel-framed windows on the right.

Wofür es benutzt wurde
Die Sortiermaschinen TR-3 und TR-4 von Tokyo Shibaura Denki, dem heutigen Toshiba, lasen handgeschriebene Postleitzahlen. Das Computer Museum der Information Processing Society of Japan nennt als Tag der öffentlichen Vorstellung den 1. Juli 1968 im Hauptpostamt Tokio — denselben Tag, an dem das japanische Postleitzahlsystem eingeführt wurde. Die Geräte lasen 3 Ziffern je Sendung, die der Absender in vorgedruckte rote Kästchen geschrieben hatte, und schafften 20.000 Sendungen je Stunde. Die TR-4 hatte 100 Auswürfe in 5 Reihen; die TR-3 hatte 52 in 4 Reihen.
Was daran neu war
Neu war die Handschrift. Lesegeräte für gedruckte Zeichen gab es schon um 1950; die japanischen Maschinen erkannten nach Darstellung des IPSJ-Computermuseums "ordinary handwritten numbers", und das Museum nennt sie "the world's first practical mail sorters to recognize and sort mail items". Der Widerhaken liegt im Umschlag: Damit die Maschine liest, musste die Post die Sendung umgestalten, und der Absender musste sich daran halten — lesbar waren nur die vorgedruckten roten Kästchen, und es waren 3 von 5 Stellen. Dieselbe Quelle datiert die NEC-Maschine NAS-5 auf 1968 mit Erprobung im Postamt Omiya im Oktober und die Serienmaschine NAS-5B auf Juni 1969 im Postamt Shinjuku.

Was die Quellen offenlassen: Den Vorrang beansprucht das Computermuseum der Information Processing Society of Japan; einen unabhängigen Beleg nennen die Quellen nicht. Für die TR-3 nennt die Museumsseite einmal 52 Auswürfe in 4 Reihen, an anderer Stelle 50.

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