The Reflecting Circle

1790 · Full Circle Reflecting Instrument · Werk 769 von 1.871

The Reflecting Circle, 1790, Full Circle Reflecting Instrument

A reflecting circle of 1790 in its flat open mahogany case on a green cloth in the instrument cabinet of a college in New York, the instrument a full circle twenty-seven centimetres across, an outer rim of plain polished silver-coloured metal on a frame of golden brass with six radial spokes to a central hub, across the face a long brass bar carrying a brass telescope tube, a second shorter bar with a small mirror and shade glasses near the rim, each bar ending in a small magnifying glass, the case thirty-two centimetres square, beside it a brass telescope on a tripod, a tall window on the left, shelves soft behind.

Wofür es benutzt wurde
Der Spiegelkreis maß Winkel am Himmel - Höhen und Monddistanzen - mit demselben Doppelspiegelprinzip wie der Sextant, aber auf einem vollen Kreis, sodass dieselbe Messung rund herum wiederholt und gemittelt werden konnte. Das Exemplar des National Museum of American History trägt die Bezeichnung Lenoir A Paris no 10 und ist auf die 1790er Jahre datiert; das Gerät ist 26,67 cm groß, die versilberte Teilung alle 20 Minuten geteilt und über 2 Nonien mit Feintrieb und Lupe auf einzelne Minuten ablesbar. Es kam über die Columbia University in die Sammlung.
Was daran neu war
Der Entwurf stammt nicht von dem, dessen Name auf dem Gerät steht: Das Museum verweist auf den Chevalier de Borda, der seinen neuen Spiegelkreis 1787 in Paris beschrieb, und nennt Lenoir als den, der Bordas erstes Gerät dieser Art baute. Neu war bei Borda der volle Kreis nicht: Tobias Mayer hatte einen Spiegelkreis schon in den 1750er Jahren entworfen, weil der Oktant wegen falscher Teilungen oft falsche Werte gab; Bordas Kreis war eine verbesserte Form davon. Die Messung wird mehrfach wiederholt und der Gesamtwinkel durch die Zahl der Wiederholungen geteilt. Geführt wird das Stück bis heute als Lenoir Reflecting Circle - nach dem Hersteller, nicht nach dem Erfinder.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Hadley Octant1731Der Reflexionskreis beruht auf demselben Grundsatz wie der Oktant, der Winkelmessung durch doppelte Spiegelung, die Hadley 1731 entwickelte, hat aber einen vollen, in 720 Grad geteilten Kreis. Tobias Mayer erfand ihn 1752, um den Oktanten zu verbessern, der wegen falscher Teilungen oft falsche Werte gab. Lehrbücher um 1800 behandelten Kreis und Sextant als Ableger des Oktanten.Beleg: Observatoire de Paris, An Etymological Dictionary of Astronomy and Astrophysics: reflecting circle · Museo Galileo, Catalogue: Octant and sextant - measuring angles by double reflection, Hadley 1731 · Danielle Fauque, Sur l'enseignement et la diffusion des instruments à réflexion à la fin du XVIIIe siècle, Cahiers François Viète 2 (2016), 37-59 (Zusammenfassung)

Zum Weiterlesen