The Belville Arnold

1892 · Carried Time Distribution · Werk 779 von 1.871

The Belville Arnold, 1892, Carried Time Distribution

A silver pocket watch of 1892 on the dark wooden counter of a watchmaker's shop in London, an open-faced watch five and a half centimetres across with a smooth plain silver case and a large round bow, its white enamel face tilted at a steep slant and soft in focus, two slender gold spade hands, beside it a tall wall regulator with its glazed door standing open, an open black leather handbag, a woman's hand in a black kid glove resting beside the watch, the watchmaker seen from behind in a dark waistcoat with a loupe to his eye, daylight from the shop window on the left.

Wofür es benutzt wurde
Ein Taschenchronometer von John Arnold, mit dem eine Familie die Greenwich-Zeit durch London trug. John Henry Belville, zweiter Assistent am Royal Observatory, besuchte damit nach der Darstellung des Royal Observatory Greenwich spätestens 1840 Uhrmacher; nach seinem Tod 1856 durfte seine Witwe Maria weitermachen, weil ihr keine Witwenpension zustand, und 1892, als Maria zu alt wurde, übernahm die Tochter Ruth, 1854 bis 1943. Ruth beschrieb 1908 ihren Gang: montags die Uhr am Observatorium nachstellen, dann die Kunden abfahren, mindestens jede zweite Woche. Etwa 40 Kunden im Londoner Raum, gegen eine kleine Gebühr.
Was daran neu war
Neu war an diesem Gegenstand nichts, und das ist der Befund. Die Linda Hall Library gibt die Uhr als 1794 von Arnold gebaut an; sie war 1892 fast 100 Jahre alt, und das Verfahren - eine gute Uhr am Observatorium stellen und zu den Kunden tragen - war das Verfahren, mit dem Londoner Uhrmacher schon vor 1835 ihre Zeit am Observatorium holten. Was sie konnte, war die eine Sache, auf die es ankam: den Gang zwischen zwei Besuchen halten; die Linda Hall Library gibt wieder, sie habe als auf ein Zehntel einer Sekunde genau gegolten, und schreibt, die Uhr habe 104 Jahre für die Familie Belville gelaufen. Die Bezeichnung ist strittig: Royal Observatory Greenwich führt das Stück als "Arnold-345", ursprünglich für den Duke of Sussex gebaut, die Linda Hall Library als Arnold 485/786. Widerhaken: Das Observatorium verteilte die Zeit seit 1852 über Draht, ab 19. Dezember 1927 liefen die rhythmischen Zeitzeichen - und Ruth fuhr weiter, bis in ihre 80er; das Ende setzt Royal Observatory Greenwich wahrscheinlich auf den Herbst 1940.

Was die Quellen offenlassen: Die Höhe der Gebühr nennt Royal Observatory Greenwich nicht. Den Wochentag, an dem die Uhr gestellt wurde, geben die Quellen verschieden an: Royal Observatory Greenwich nach Ruths Interview von 1908 Montag, die Linda Hall Library Dienstag.

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