1913 · Acoustic Depth Sounding · Werk 782 von 1.871
An echo sounding instrument of 1924 hanging on the wooden wall of a fishing steamer's wheelhouse in Kiel harbour, an upright rectangular sheet-metal case forty-five centimetres high, twenty-six wide and ten deep with a rounded top, matt grey-blue paint worn at the edges, in its upper part a round recessed face twelve centimetres across, seen at a steep slant, only a pale oval with one thin pointer, below it a row of small black knobs, two cloth-wrapped cables running down into the deck, by the window a coiled hand lead line with its grey lead weight, wet black oilskins on a hook, grey Baltic daylight from the left.
Wofür es benutzt wurde
Ein Verfahren, die Wassertiefe mit Schall zu messen, statt mit Draht zu loten. Die GEOMAR-Broschüre nennt das Reichspatent Nr. 282009, das Alexander Behm, Physiker und Unternehmer in Kiel, am 22. Juli 1913 erhielt: ein erstes Verfahren zur Messung der Meerestiefe. Was es ersetzte: Eine Lotmaschine brauchte bei 4.000 Metern rund 30 Minuten bis zum Grund und weitere 4 Stunden zum Heraufholen. Ende 1915 lotete Behm erstmals auf der Kieler Förde, mit Sonometer und Stimmgabel; die Marine bestellte 4 Echolote, die wegen des Kriegsendes 1918 nicht ausgeliefert wurden.
Was daran neu war
Neu war eine Tiefenmessung, die nicht am Draht hing - aber sie war 1913 noch nicht brauchbar. Vermessungsgeschichte.de nennt das Verfahren von 1913 zunächst praxisuntauglich; Behm entwickelte weiter, nach der GEOMAR-Broschüre bis Anfang der 1930er Jahre und mit über 100 Patenten. Widerhaken: Das Gerät kam nicht aus der Seevermessung, sondern aus einem gescheiterten Vorhaben. Nach dem Untergang der "Titanic" am 15. April 1912 wollte Behm Eisberge mit Schall orten; Eisberge warfen den Schall aber unterschiedlich zurück, der Meeresboden ein eindeutiges Echo. Aus dem Eisbergwarner wurde das Lot. Die Deutsche Atlantische Expedition 1925 bis 1927 machte mit Echoloten 67.000 Tiefenmessungen.
Was die Quellen offenlassen: Was Reichspatent Nr. 282009 beansprucht, geben die Quellen nur allgemein an: GEOMAR nennt ein „erstes Verfahren zur Messung der Meerestiefe“, vermessungsgeschichte.de ein Verfahren auf Basis von Schall- und Echointensität. Mit welchen Echoloten die Deutsche Atlantische Expedition maß, sagt die Broschüre nicht.
Zusammenhänge
Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.