The Free Pendulum

1924 · Free Pendulum Master Clock · Werk 783 von 1.871

The Free Pendulum, 1924, Free Pendulum Master Clock

A free pendulum clock pair of 1924 in a vaulted whitewashed cellar under the observatory at Greenwich, in front a tall narrow slave clock in a dark mahogany wall case one hundred and sixty-five centimetres high, with a long glazed door over a swinging pendulum and a small round window above turned into shadow, behind at the edge an upright grey-painted copper cylinder one hundred and fifty centimetres tall with flange rings, a thick glass plate at its foot and a clear glass dome on top, a black cable along the wall between them, a hand in a dark woollen sleeve holding a torch, cold light from one bare lamp.

Wofür es benutzt wurde
Die Normaluhr einer Sternwarte. Das Pendel hängt in einem Vakuumgefäß, damit Luftwiderstand, Luftdruck, Temperatur und Feuchte nicht auf den Gang wirken; eine Nebenuhr übernimmt die Hemmung und gibt dem Pendel nach der Darstellung des Seiko-Museums alle 30 Sekunden für 0,3 Sekunden einen Antrieb, sonst schwingt es frei. In Greenwich kam Shortt 3 im Herbst 1924 an, Eingang am 21. November 1924, und wurde am 1. Januar 1925 Sternzeit-Normal; Shortt 16 kam am 26. Oktober 1927 und trieb die rhythmischen Zeitzeichen ab dem 19. Dezember 1927. Royal Observatory Greenwich nennt rund 100 gebaute Uhren, 8 davon in Greenwich.
Was daran neu war
Nicht die erste freie Pendeluhr. Der Text "Electrical Timekeeping" schreibt das erste freie Pendel R. J. Rudd aus Croydon zu, der 1898 einen Synchronisator patentierte, Patent Nr. 19337, und bemerkt, es sei an einer Turmuhr angewandt worden. Neu war die brauchbare Ausführung: Das Seiko-Museum nennt einen Fehler von nur 1 bis 2 Millisekunden am Tag. Widerhaken: Die Uhr war so ruhig, dass der Fehler nicht mehr bei ihr lag. Die NIST-Arbeit zur Schaltsekunde schreibt den freien Pendeluhren die Aufdeckung periodischer Nutationswirkungen zu, darunter ein 18-jähriges Glied von etwa 1 Sekunde Amplitude, und berichtet, Stoyko habe 1937 am BIH gestützt auf Shortt-Pendeluhren und den Vergleich der Gänge von Quarzuhren nationaler Zeitdienste gefunden, dass der Januartag den Julitag um 2 Millisekunden übertrifft. Danach fiel sie selbst: Pendel-Sendeuhren verursachten nach Royal Observatory Greenwich Signalfehler von bis zu 5 Millisekunden - 1949 gingen die Zeichen von GPO und BBC auf quarzgesteuerte Motoren über.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitAiry Transit Circle1851Shortt Nr. 3, die erste Freipendeluhr in Greenwich, wurde im November 1924 aufgestellt; Uhren dieser Art dienten dort bald als Normaluhren für Stern- und mittlere Zeit. Vor 1927 beruhte die Zeitbestimmung der Sternwarte auf Beobachtungen am Airy-Transitkreis: Die Durchgänge der Zeitsterne ergaben Nacht für Nacht den Fehler der Normaluhr.Beleg: Harold Spencer Jones: A brief history of the Time Department from 1923 to 1948 (Vortrag vom 27.1.1949), Royal Observatory Greenwich

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