The Apollo Sextant

1968 · Spacecraft Optical Navigation · Werk 795 von 1.871

The Apollo Sextant, 1968, Spacecraft Optical Navigation

The optical head of a spacecraft sextant of 1968 on a test bench in an instrument works on Long Island, a grey cast-metal block fifty-five centimetres long on a black rubber mat, its middle a thick round flanged plate fifty centimetres across with a ring of bolt heads, to the left a black cylindrical tube ending in a cream-white eyepiece ring, to the right the open interior with mirror and prism mounts, a small motor housing and bundles of white and yellow wires, orange caps on the connectors, beside it an open wooden case of eyepieces in foam, two white-gloved hands holding an eyepiece, fluorescent light, grey cabinets along a bare wall.

Wofür es benutzt wurde
Teil der Navigationsanlage im Apollo-Kommandomodul: ein weitwinkliges Übersichtsteleskop und daneben ein Sextant mit 28-facher Vergrößerung, gebaut von der Kollsman Instrument Company. Die Astronauten richteten damit die Trägheitsplattform an Sternen aus und maßen den Winkel zwischen einem Stern und dem Horizont von Erde oder Mond; der Wert ging als Zählfolge von 10 Bogensekunden je Zählschritt an den Bordrechner. David G. Hoag hält in seinem Bericht E-2411 des MIT Instrumentation Laboratory (April 1969) fest, dass die Bodenverfolgung die Hauptquelle der Bahnbestimmung blieb und die Bordmessung eine sichere Bahn bestätigen und die Rückkehr zur Erde absichern sollte. Erster Einsatz auf dem Weg zum Mond: Apollo 8, Dezember 1968.
Was daran neu war
Neu war, dass eine bemannte Kapsel ihre Bahn selbst bestimmen konnte, auch wenn die Hilfe vom Boden ausfiel. Der Widerhaken: Hoag schreibt, bei großer Entfernung von der Erde sei die Messgenauigkeit des Sextanten die vorherrschende Fehlerquelle gewesen, und der Horizont biete kein deutliches Ziel, das der Filter im Strahlteiler in größerer Höhe noch undeutlicher mache. Unsicher war zudem die Höhe des Horizonts: Lovell hatte sie im Simulator auf 32,8 km eingestellt, im Flug wurde sie auf 18,2 km korrigiert, eine spätere Schätzung lag bei etwa 23 km. Den Ausschlag gab das nicht: Die an Bord bestimmte Perilunhöhe lag am Ende mit 67,5 Seemeilen nur etwa 1,3 Seemeilen unter dem später aus der Bodenverfolgung rekonstruierten Wert.

Was die Quellen offenlassen: Das ION-Museum nennt Apollo 8 als ersten Test des Sextanten; nach Hoags Bericht von 1969 war die Optik schon auf Apollo 7 im Einsatz, Apollo 8 war ihr erster Mondflug.

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