The Cal-Tech

1967 · Integrated-Circuit Handheld Prototype · Werk 930 von 1.871

The corner office of an electronics executive in Dallas in Texas on a spring morning, on a polished walnut desk a small angular box of black-painted metal sixteen centimetres long, eleven centimetres wide and four centimetres thick, its plain smooth black face set with four small screws and eighteen plain smooth black keys, near its top edge a narrow window and a small slide switch, from its upper corner a thin strip of plain pink paper curling across the desk, a hand in a dark suit sleeve and white cuff lifting the curling strip, a heavy glass ashtray and a fountain pen stand, wide windows onto a flat green plain.

Wofür es benutzt wurde
Ein Prototyp eines Taschenrechners mit Akku und Drucker, kein Verkaufsgerät. TI-Präsident Patrick Haggerty gab 1965 im Halbleiterlabor in Dallas den Auftrag, einen Rechner in Taschenformat zu bauen; Jack Kilby leitete das Team, Jerry Merryman verantwortete Speicher und Prozessor, James Van Tassel die Tastatur. Der Laboraufbau füllte 3 große Tische, das erste lauffähige Gerät stand im Dezember 1966. Gezeigt wurde es einigen Rechnerherstellern; das erste Exemplar bekam Haggerty als Andenken: Die Gravur auf dem Exemplar im Smithsonian nennt es den ersten Cal Tech und den 29. März 1967 als Tag der Übergabe an Haggerty. Das Gerät misst 4,4 × 10,8 × 15,9 cm, hat 17 Tasten und einen Nullbalken und keine Anzeige, sondern ein Thermodruckwerk. TI wollte nicht selbst in den Markt: Das Management suchte einen Partner, und als Produkt erschien die Entwicklung 1970 als Canon Pocketronic, unter fremdem Namen.
Was daran neu war
Elektronische Tischrechner gab es schon, netzgebunden und schreibtischgroß. Der Cal-Tech konnte etwas anderes: mit eingebautem Akku, in Buchgröße die 4 Grundrechenarten rechnen und das Ergebnis ausgeben. Statt einer Anzeige, die es in dieser Größe nicht gab, schrieb ein Thermodrucker auf Papier von 3M. Im Gerät arbeiteten 4 bipolare Gate-Array-Schaltkreise und 3 Schieberegister mit je 24 Bit aus TIs eigener Fertigung. Das Patent US 3.819.921 wurde erst am 25. Juni 1974 erteilt, 7 Jahre nach der Übergabe des Geräts.

Was die Quellen offenlassen: Smithsonian und Old Calculator Web Museum stimmen bei der Übergabe (März 1967) überein, das Patent nennt nur das Smithsonian; das Museum datiert Projektstart auf 1965 und das erste lauffähige Gerät auf Dezember 1966. Das Patentdatum ist das Datum der Erteilung, nicht der Anmeldung.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Sine Wave1958Jack Kilby führte am 12. September 1958 bei Texas Instruments den ersten funktionierenden integrierten Schaltkreis vor, einen Phasenschieber-Oszillator auf einem Germaniumstäbchen. Nach dem IEEE-Milestone brauchte TI ein Vorführprodukt, um den Chip zu verbreiten, und forderte Kilby auf, einen Rechner für die Jackentasche zu bauen. Sein Team begann im September 1965.Beleg: Milestones: First Semiconductor Integrated Circuit (IC), 1958 (IEEE, ETHW) · Texas Instruments invents the pocket calculator (Centre for Computing History) · Handheld Electronic Calculator Prototype - Texas Instruments Cal Tech (National Museum of American History)
  2. Folgt ausThe TR-11954Nach Invention & Technology entwickelten Haggerty und seine Kollegen bei Texas Instruments die Technik, die das Regency-Transistorradio von 1954 möglich machte; es kam mit vier Transistoren aus und löste eine Lawine transistorisierter Geräte aus. Haggerty wusste, dass Chips ebenso abheben würden, wenn er die richtige Anwendung fände. Von drei Vorschlägen an Kilby war der Taschenrechner machbar.Beleg: How The Computer Got Into Your Pocket (Invention & Technology, Spring 2000) · Handheld Electronic Calculator Prototype - Texas Instruments Cal Tech (National Museum of American History)

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