The HP 9100A

1968 · Programmable Desktop Calculator · Werk 931 von 1.871

A physics laboratory at a university in California, on a black laboratory bench a broad desk calculator forty centimetres wide in pale grey-white metal, slightly wedge-shaped, at the top a wide dark-tinted screen with a soft even green glow, below it a row of small toggle switches and a card slot at the right, on a dark grey tray four blocks of square keys in grey, cream and dark grey, every key plain smooth and unmarked, a hand in a white shirt cuff sliding a plain grey magnetic card into the slot, a green oscilloscope beside it, through the open doorway a bare corridor ending at a closed grey steel door, morning light.

Wofür es benutzt wurde
HPs erster Rechner, ein programmierbarer Tischrechner von rund 18 kg für 4.900 Dollar. Der grüne Bildschirm von 3,25 × 4,75 Zoll zeigte den ganzen Rechenstapel: 3 Register X, Y und Z in umgekehrter polnischer Notation, 10 sichtbare Mantissenstellen und 2 verdeckte Schutzstellen. Programm und Daten teilten sich den Kernspeicher, höchstens 196 Schritte und 16 Register, wobei 1 Register 14 Programmschritten entsprach. Programme gingen auf eine Magnetkarte in Kreditkartenform, etwas kleiner, 2 Spuren mit je 196 Schritten; eine abgeschnittene Ecke sperrte das Überschreiben. Das Gehäuse war Aluminiumguss. Der Preis des 9100A sank später auf 4.400 Dollar, der Nachfolger 9100B begann wieder bei 4.900 Dollar.
Was daran neu war
Programmierbare Tischrechner mit Magnetkarte waren nicht neu, die Olivetti Programma 101 gab es davor. Kennzeichnend für den 9100A war, dass er Winkel-, Logarithmus- und Exponentialfunktionen auf Tastendruck rechnete, den Stapel auf einer Bildröhre zeigte und dafür keinen einzigen digitalen integrierten Schaltkreis brauchte: Das Festprogramm lag als gedruckte Leiterbahnen auf Platinen. Weil Programm und Daten im selben Speicher standen, konnte ein Programm sich selbst ändern, und ein laufendes Programm ließ sich nach dem Ausschalten fortsetzen. Bill Hewlett verlangte genau diese Leistung später in der Hemdtasche: 4 Jahre darauf rechnete der HP-35 dieselben transzendenten Funktionen.

Was die Quellen offenlassen: Das Museum of HP Calculators trägt Preise, Speichergrößen und Bauweise. Warum HP das Gerät Calculator nannte, steht dort nicht. Das HP Journal vom September 1968 lag nur als Seitenbild vor und war nicht auslesbar; die Rechengeschwindigkeit bleibt deshalb hier unbelegt.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausThe Programma 1011965Der HP 9100A war nach dem Programma 101 der nächste Rechner mit Magnetkartenleser. Weil seine Karteneinrichtung der patentierten von Olivetti glich, musste Hewlett-Packard Lizenzgebühren je verkauftem 9100A und 9100B zahlen, Berichten zufolge rund 900.000 Dollar. Das Jahr schwankt: 1969 bei Guarnieri, 1970 in der Zeittafel des Old Calculator Museum.Beleg: Massimo Guarnieri, Early Italian computers: Pier Giorgio Perotto's P101 (IEEE Industrial Electronics Magazine), Universität Padua · Olivetti Programma 101 Electronic Calculator, Old Calculator Web Museum · Calculator History Timeline (1970), Old Calculator Web Museum · Elisabetta Mori, The Calculator That Helped Land Men on the Moon, IEEE Spectrum, 21.05.2019

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