Archimedes Model A

1906 · Stepped Drum · Werk 413 von 1.871

Archimedes Model A, 1906, Stepped Drum

A stepped-drum calculating machine from a Saxon workshop with its cover removed, a row of eight brass cylinders lying parallel on a single shaft, each cylinder carrying stepped teeth of increasing length like a small staircase wound round the drum, brass gearing meshing above them, the black enamelled carriage and its row of numeral windows behind, each window showing the single digit 0, the lifted cover leaning against the case, every other surface plain brass and black enamel, a maker's plate on the front reading "Archimedes", standing on a dark baize-covered table before a deep neutral background, a single raking light from the left raking across the stepped teeth.

Wofür es benutzt wurde
Staffelwalzenmaschine von R. Pöthig in Glashütte, Sachsen. Die Sammlung historischer Rechenmaschinen der TU Dresden gibt für das Modell A 8 Stellen Schiebereinstellung, 9 Stellen Umdrehungszählwerk und 16 Stellen Resultatwerk an; das Umdrehungszählwerk hat keinen Zehnerübertrag. Die Firma war 1890 von Constantin Fischer gegründet worden; Reinhold Pöthig trat 1899 als Gesellschafter ein und war ab 1900 Alleininhaber. Den Vertrieb übernahm ab etwa 1920 Hans Sabielny, zuerst in Deutschland, dann weltweit. Nach der im Rechnerlexikon zitierten Zählung von Reichel (2006) entstanden in knapp 60 Jahren 42 Maschinentypen in etwa 85.000 Exemplaren. Die letzte mechanische Maschine verließ Glashütte 1960; der Betrieb ging später im VEB Robotron auf.
Was daran neu war
Keine neue Bauart. Die TU Dresden schreibt, das Modell A unterscheide sich nur geringfügig von früheren Glashütter Fabrikaten. Auch die Datierung ist nicht eindeutig: das Rechnerlexikon schreibt im Artikel zur Glashütter Fertigung, Pöthig habe ab 1904 eigene Staffelwalzenmaschinen gebaut, nennt im Artikel zu Archimedes aber 1906 als Beginn der Maschinen dieses Namens; die TU Dresden datiert ihr Modell A auf 1906 und verweist auf erste Maschinen von 1904. Belastbar sind damit nur erste eigene Maschinen ab 1904; ob der Name Archimedes schon 1904 oder erst 1906 auf die Maschinen kam, lassen die Quellen offen. Neu war nach Reichel weniger die Mechanik als Pöthigs Ziel, Bauteile zu minimieren und zu vereinheitlichen, um eine vielfältige Modellpalette zu marktgerechten Preisen anzubieten.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausBurkhardt Arithmometer1878Reinhold Pöthig lernte den Beruf des Mechanikers bei Arthur Burkhardt in Glashütte, übernahm 1904 eine bestehende Werkstatt und begann 1906 die Produktion seiner "Archimedes". Das Arithmeum zählt das Burkhardt Arithmometer zu den Vorbildern des Modells A.Beleg: Arithmeum, Sammlung Rechnen einst: Archimedes A
  2. Folgt ausThomas Arithmomètre1851Das Arithmeum nennt als Vorbilder des ab 1906 gebauten Modells A ausdrücklich „die Thomas-Arithmomètre und das Burkhardt Arithmometer“; wie diese steckt es noch in einem Holzkasten. Pöthigs Patent DE 179755 heißt „Umschaltvorrichtung für Thomassche Rechenmaschinen“. Als Verbesserung nennt das Arithmeum die Löschung der Schlittenzählwerke durch Hebelzug.Beleg: Arithmeum, Sammlung Rechnen einst: Archimedes A

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