Hut 6

1940 · Army and Air Force Enigma · Werk 468 von 1.871

Hut 6, 1940, Army and Air Force Enigma

A single storey wooden hut with a felt roof, inside trestle tables heaped with blank message slips, a wooden tray system running through a hatch in the wall, a coke stove in the corner with its pipe rising to the ceiling, blackout blinds over the windows, a single bare bulb in a tin shade hanging over the tables as the main light, wooden chairs pushed back, index card boxes on a shelf, the far end of the hut fading into darkness.

Wofür es benutzt wurde
In Hut 6 wurde der Enigma-Verkehr des deutschen Heeres und der Luftwaffe gebrochen. GCHQ schreibt über Hugh Alexander, er habe in Hut 6 an Heeres- und Luftwaffensprüchen gearbeitet, bevor er 1941 zu Hut 8 wechselte. Leiter war Gordon Welchman, der im September 1939 nach Bletchley Park kam und nach Angaben von GCHQ zum Head of Hut 6 ernannt wurde. Er stieg weiter auf: im September 1943 zum Leiter der Abteilung Machine Coordination and Development, im März 1944 zum Assistant Director of Machines and Mechanical Devices.
Was daran neu war
Welchmans Beitrag ist die diagonale Schalttafel. GCHQ nennt sie eine dramatische Verbesserung von Turings Bombe, ohne die Größenordnung zu beziffern; Frank Carter beschreibt den Gedanken genauer: Welchman erkannte, dass die Gegenseitigkeit jedes Steckerpaares eine zusätzliche Art von Schlussfolgerung erlaubt. Die Wirkung beziffert auch Carter nicht in Zahlen, nennt aber zwei Folgen — es ließen sich deutlich einfachere Menüs verwenden, und die Zahl der falschen Halte ging erheblich zurück. Der Nachsatz steht bei GCHQ selbst: Welchmans glänzende Laufbahn sei überschattet worden, als er Anfang der achtziger Jahre gegen den Willen der britischen und amerikanischen Stellen Einzelheiten seiner Kriegsarbeit veröffentlichte.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitThe Turing–Welchman Bombe1940Ruth Bourne, Bombe-Operateurin in Eastcote, beschreibt das Zusammenspiel: Einen guten Halt meldete die Prüferin über den roten Sprachverschleierer nach Bletchley Park; dass dort Hut 6 saß, zuständig für Heeres- und Luftwaffen-Enigma, wusste sie damals nicht. Hatte Hut 6 seine Arbeit getan, kam über die wachhabende Petty Officer die Meldung „Job up!“ zurück.Beleg: Bletchley Park Trust, Oral History: Ruth Bourne (WRNS Bombe operator, Eastcote) · B. Naskręcki (Adam-Mickiewicz-Universität Posen), Kapitel 12: Bletchley Park and the Bombe
  2. Wirkt zusammen mitZygalski Sheets1938Hut 6 brach die Enigma von Heer und Luftwaffe zuerst mit dem Lochblattverfahren Zygalskis, dann über die „Cillies“ und nach August 1940 mit Cribs und Bomben. Die Denkmalliste nennt in Hut 6 einen eigenen Sheet Stacking Room, der im September 1940 durch Cillies und Bomben abgelöst wurde.Beleg: Bletchley Park Trust: Gordon Welchman 1906-1985 (Roll of Honour biography) · Historic England, List Entry 1391795: Hut 6 at Bletchley Park
  3. Wirkt zusammen mitTypex Mark II1937Die Abteilung in Hut 6 gliederte sich in mehrere Räume: Im Crib Room wurden die Cribs für die Bomben vorbereitet; der Decoding Room war mit umgebauten Typex-Chiffriermaschinen ausgerüstet, auf denen der Enigma-Verkehr von Heer und Luftwaffe entschlüsselt wurde.Beleg: Historic England, List Entry 1391795: Hut 6 at Bletchley Park
  4. Begegnung mitHut 81940Am 21. Oktober 1941 schrieben Turing, Welchman, Alexander und Milner-Barry aus Bletchley Park gemeinsam an Churchill, unter dem Briefkopf "Hut 6 and Hut 8": Personal beider Hütten müsse die Prüfung der Bombenergebnisse selbst erledigen. Churchill verfügte, sie sollten alles erhalten, was sie wollten, mit höchster Vorrangstufe.Beleg: Letter to Winston Churchill (1941), Kapitel mit Faksimile und Begleittext

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