Vaucanson's Cylinder

1745 · Perforated Drum · Werk 563 von 1.871

Vaucanson's Cylinder, 1745, Perforated Drum

A perforated metal cylinder mounted at the top of the loom in the place of a card chain, its surface pierced with rows of round holes, turning by ratchet against a bank of hooks and needles, the whole mechanism in polished brass and steel, the loom standing on its own as a self-acting automaton, the frame around it open and bare, the machine set in a stone-floored workshop lit by daylight from a high window, the brass warm against the grey of the surrounding iron and timber, the rear of the mechanism fading out of focus.

Wofür es benutzt wurde
Jacques de Vaucanson war Automatenbauer und seit 1741 Inspektor der Seidenmanufakturen; sein Webstuhl von 1745 sollte die Arbeit des Zugjungen und des Webers teilweise mechanisieren. Statt der Kartenkette legte er das gelochte Papier auf einen großen runden Zylinder von etwa zwölf Zoll Durchmesser, der bei jedem Schlag heraus- und wieder hereinfuhr und sich dabei um einen Zahn weiterdrehte. Die Schwanz- und Simpelschnüre des Zugwebstuhls fielen weg, die Haken standen oben auf dem Stuhl, das Geschirr hing an ihnen. Angetrieben wurde die Maschine mit einer Handkurbel. In die Seidenproduktion kam sie nicht: "The machine did not find commercial application." Sie steht in Originalgröße im Conservatoire des arts et métiers in Paris.
Was daran neu war
Neu war, dass die Maschine den Zugwebstuhl ganz selbsttätig machte, statt ihn nur zu unterstützen. Barlow beschreibt 1878, Vaucanson habe "the cumbrous tail-cards of the draw loom" vollständig beseitigt und mit der steigenden und fallenden Griffe das Bauteil eingeführt, das die Maschine "very nearly resembling the actual Jacquard" machte. Der Preis dafür war die Leistungsgrenze: Der Zylinder wirkte nach Barlow nur auf eine Nadelreihe. Vaucanson ging also bei der Mechanik voran und bei der Kapazität hinter Falcons mehrreihige Kartenkette zurück. Dass Jacquard an dieser Maschine lernte, ist durch die Reparatur belegt, zu der er nach Paris geholt wurde: Bell schreibt 1895, Jacquard sei "brought to Paris to repair Vaucanson's loom about 1804".

Was die Quellen offenlassen: Das Baujahr ist strittig: 1745 bei Barlow (1878) und Posselt (1887), 1746 bei Bell (1895), "1745-48" bei Grace's Guide. Auch die Nadelreihen widersprechen sich - Barlow sieht eine, Bell zwei an derselben Maschine im Conservatoire. Die Anekdote, ein Esel habe den Webstuhl angetrieben, ist nicht belegt; Britannica nennt nur fallendes Wasser oder Tiere als vorgesehenen Antrieb, Barlow eine Handkurbel. Der Sammlungsdatensatz des Musée des arts et métiers war nicht abrufbar.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausBouchon's Punched Tape1725Vaucanson ging von Bouchons Webstuhl aus: Nach dem Mingei-Projekt versuchte er ihn zu automatisieren und nutzte dessen Lochpapier statt Falcons Kartenkette; sein Mechanismus beseitigte das System aus Schnüren und Gewichten. Rojas zählt die "commande mécanique de Basile Bouchon" von 1725 zu den Vorstufen, die Vaucansons Webstuhl zusammenführt.Beleg: Mingei Project: Story of the Jacquard invention · Ariadna Rojas, Promouvoir l'innovation technique: le cas des métiers à tisser du musée des Arts et Métiers, ethnographiques.org (2012)
  2. Folgt ausFalcon's Card Chain1728Vaucanson ersetzte den Kartenkranz, das "chapelet de cartons", durch einen perforierten Zylinder (Rojas nach Doyon 1966). Das Musée des Arts et Métiers zeigt seinen Webstuhl als Synthese früherer Verbesserungen, darunter Bouchons mechanische Steuerung und die "cartons perforés de Falcon" von 1728.Beleg: Ariadna Rojas, Promouvoir l'innovation technique: le cas des métiers à tisser du musée des Arts et Métiers, ethnographiques.org (2012)
  3. Wirkt zusammen mitVaucanson Loom1745Der perforierte Zylinder ist der Programmträger dieses Webstuhls. Rojas beschreibt, wie Vaucanson den Zieher, den "tireur de lacs", der das Kartenprogramm einlegte, durch einen selbsttätigen Mechanismus und den Kartenkranz durch einen "cylindre perforé" ersetzte.Beleg: Ariadna Rojas, Promouvoir l'innovation technique: le cas des métiers à tisser du musée des Arts et Métiers, ethnographiques.org (2012)

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