The Stored Dot

1948 · Charge Well · Werk 608 von 1.871

The Stored Dot, 1948, Charge Well

Extreme close-up on the phosphor surface of a storage tube, a single glowing dot at centre surrounded by a dark ring of displaced charge like a well, the phosphor grain visible as fine speckled texture across the whole frame, the glow of the dot fading in a soft gradient toward the dark ring, faint neighbouring dots softly out of focus at the edges of the frame, the surface of the glass filling the frame edge to edge, the dot itself the single light source, its glow falling off into pure black.

Wofür es benutzt wurde
Der gespeicherte Punkt war das einzelne Bit im Röhrenspeicher der Manchester-Maschinen. Ein kurzer Hellpuls des Elektronenstrahls setzte an eine feste Stelle des Schirms einen Punkt; das bedeutete 0. Ein längerer Puls schrieb einen Strich; das bedeutete 1. Gelesen wurde nicht mit dem Auge, sondern über eine Metallplatte vor dem Schirm, die die Ladungsänderung kapazitiv aufnahm. Auf einer handelsüblichen 6-Zoll-Röhre lagen im Manchester "Baby" 32 Zeilen zu je 32 Stellen, also 1024 Punkte. Die Maschine rechnete seriell, eine Stelle alle 8,5 Mikrosekunden. Nach dem Bericht von Williams, Kilburn und Tootill war sie im Juni 1948 fertig und diente vor allem dazu, genau diesen Speicher zu erproben.
Was daran neu war
Ein Bit brauchte kein eigenes Bauteil mehr, also nicht eine Röhre oder ein Relais je Stelle - das leistete auch die Verzögerungsleitung -, sondern war ein Ort auf einer Fläche, angefahren über die Ablenkspannung. Ein zusätzliches Bit kostete damit fast nichts, und die Adresse war eine Spannung. Welche Form der Fleck haben sollte, wurde ausprobiert: Die Manchester-Gruppe testete Punkt-Strich, Strich-Punkt, scharf-unscharf und unscharf-scharf; auf den frühen Maschinen lief das Punkt-Strich-Verfahren. Der Haken lag im Lesen. Beim Abtasten lud sich der Punktort eines Strichs wieder positiv auf, das Lesen zerstörte den Wert also und erzwang sofortiges Neuschreiben. Der Punkt bestand nur, solange die Maschine ihn ständig wieder anfasste.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitWilliams-Kilburn Tube1947Das Bit ist ein Ladungsfleck auf dem Leuchtschirm der Röhre, geschrieben nach dem Verfahren "dot-dash" oder "defocus-focus", das Kilburn 1947 in einem internen Bericht beschrieb. Eine Metallplatte außen am Schirm tastet die Ladung jedes Flecks ab und gibt damit den Wert des Bits.Beleg: History of the Williams-Kilburn Tube - University of Manchester, digital60 archive · The Baby - Mark 1 Story, University of Manchester computer50 archive

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