The Regeneration Cycle

1948 · Refresh · Werk 609 von 1.871

The Regeneration Cycle, 1948, Refresh

The face of a Williams storage tube caught as the beam sweeps across the stored pattern to read and rewrite it, a bright horizontal line crossing the grid of dots mid-sweep, the rows of dots behind the line freshly bright and sharp, the rows ahead of it dimmer and slightly blurred, the grid filling the tube face edge to edge, the green phosphor glow the sole light, a faint reflection of the sweep line on the glass, the tube face alone against pure black.

Wofür es benutzt wurde
Der Auffrischzyklus war der Takt, in dem sich der Röhrenspeicher selbst neu schrieb. Die Ladung auf dem Schirm wäre nach der Beschreibung der Universität Manchester in Zehntelsekunden abgeflossen; jede Zeile musste also gelesen und sofort wieder geschrieben werden, schneller als sie zerfiel. Im "Baby" von 1948 bestand ein Befehl aus vier gleich langen Takten zu je 306 Mikrosekunden. Zwei davon waren Abtasttakte: Sie frischten der Reihe nach je eine Zeile auf. Die anderen beiden holten und führten den Befehl aus. Der ganze Speicher von 32 Zeilen war damit nach 16 Befehlen einmal durchlaufen. Die Löschtaste am Pult brauchte rund 20 Millisekunden, einen vollen Rasterdurchlauf, um alles zu löschen.
Was daran neu war
Im Baby war der Rechentakt um den Speicher herum gebaut. Nicht der Speicher richtete sich nach der Maschine, sondern die Maschine nach dem Zerfall einer Ladung: Die Befehlsdauer, die Taktlänge und die Reihenfolge der Zugriffe standen fest, weil das Auffrischen dazwischenpassen musste. Das ist der Preis, den dynamische Speicher bis heute zahlen, und er war hier offen sichtbar: Die Hälfte der Takte gehörte dem Behalten; in ihnen konnte die Maschine nur erledigen, was keinen Speicherzugriff brauchte. Wie eng Speicher und Nachschreiben verbunden waren, zeigte die Löschtaste: Sie unterbrach die Nachschreibschleife, und nach rund 20 Millisekunden, einem Rasterdurchlauf, zeigte der Speicher nur noch Nullen - schneller, als die Ladung von selbst abgeflossen wäre.

Was die Quellen offenlassen: Die Angabe, dass die Löschtaste in rund 20 ms über einen Rasterdurchlauf wirkt, steht im Originalbericht von Williams, Kilburn und Tootill. Dort steht auch, dass sie dabei die Nachschreibschleife unterbricht.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitWilliams-Kilburn Tube1947Die Ladung auf dem Leuchtschirm verlief in der Größenordnung einer Sekunde. Die Röhre speicherte nur, weil die Werte fortwährend gelesen und neu geschrieben wurden: "values were preserved indefinitely by continuously reading their value and resetting the charge". Williams richtete das so ein; der Vorgang hieß "regeneration".Beleg: History of the Williams-Kilburn Tube - University of Manchester, digital60 archive · The Baby - Mark 1 Story, University of Manchester computer50 archive

Zum Weiterlesen