The Access Arm

1956 · Head Positioning · Werk 617 von 1.871

The Access Arm, 1956, Head Positioning

A mechanical access arm on steel rails driven vertically between the stacked disk platters, its forked tip carrying a pair of heads, hydraulic lines running along its length in tight parallel runs, a plain graduated scale fixed beside its travel with evenly spaced engraved marks, the rails polished by use, the platters behind the arm in even horizontal layers, seen close so the arm and the rails fill the frame, a single soft light from behind the platter stack silhouetting the arm, warm brass fittings against desaturated grey steel, pure black beyond.

Wofür es benutzt wurde
Der Zugriffsarm der IBM 350 war der einzige bewegliche Weg zu fünf Millionen Zeichen. Nach Hoagland trug eine Arm- und Stelleinheit ein Kopfpaar, einen Kopf für die Oberseite und einen für die Unterseite einer Scheibe. Der Arm fuhr zuerst senkrecht an die gewünschte Scheibe des Stapels, dann waagerecht hinein bis zur verlangten Spur, und zog sich danach wieder heraus. Gesteuert wurde er von einem Servoantrieb. Im Mittel vergingen dabei 600 Millisekunden, bis ein Satz erreicht war. Damit war der Arm kein Zubehör, sondern das Gerät: Er machte aus einem Stapel rotierender Scheiben einen Speicher, in dem jede Adresse angefahren werden konnte.
Was daran neu war
Entscheidend war der Verzicht auf einen Kopf je Fläche. Hundert beschriebene Seiten teilten sich ein einziges Kopfpaar, das zwischen ihnen hin- und herfuhr. Das machte die Platteneinheit überhaupt bezahlbar - und schuf zugleich den Engpass: Jeder Zugriff musste warten, bis der Arm zurück und wieder hingefahren war, 600 Millisekunden im Mittel, und zwei Zugriffe gleichzeitig gab es nicht. Die Schwester-Einheit 355 hatte nach Gardner mehrere Stelleinheiten und war deshalb teurer. Den Maßstab für die Branche setzte die 1961 angekündigte IBM 1301: Dort saß auf einem kammartigen Träger je ein Gleitschuh über jeder Scheibenfläche, und der Weg zwischen den Scheiben entfiel.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitIBM 350 Disk Stack1956Der Zugriffsmechanismus fährt senkrecht an einer Schiene bis zur gewählten Platte des Stapels, wird dort pneumatisch verriegelt und gibt dann die Arme für die radiale Bewegung frei: "The arms move inward to straddle a selected disk during reading or writing."Beleg: Noyes & Dickinson, The Random-Access Memory Accounting Machine. II. The Magnetic-Disk, Random-Access Memory, IBM Journal of Research and Development 1957 (ETHW)
  2. Wirkt zusammen mitThe Flying Head1956Der Kopf sitzt im Arm, in einer kardanischen Fassung: "The head is horizontally constrained in a gimbal socket in the arm." Der Zugriffsmechanismus "is used to position the pair of heads to any track on the disk array"; an der Spur hält dann das Luftlager den Abstand von einem Tausendstel Zoll.Beleg: Noyes & Dickinson, The Random-Access Memory Accounting Machine. II. The Magnetic-Disk, Random-Access Memory, IBM Journal of Research and Development 1957 (ETHW)

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