A desk in a tidal institute in wartime, a printed table lying on it, columns of closely set small figures with ruled lines between them seen at a shallow angle so the digits blur into a grey texture, one line marked in pencil, a sealed manila envelope with a red wax seal beside the table, a pencil, a blackout curtain drawn behind the desk, every object of wartime 1944 make, a single desk lamp with a green glass shade throwing its light on the paper, the rest of the office dark.
Wofür es benutzt wurde
Gemeint sind die Gezeitentafeln für die Landung in der Normandie. Die Planung brauchte stündliche Wasserstände für Strände, zu denen es keine Messreihen gab. William Ian Farquharson, zuständig für Gezeiten im britischen Hydrographic Office, schrieb Arthur Thomas Doodson am 9. Oktober 1943 einen handschriftlichen Brief und bat um Höhenvorhersagen für vier Monate ab dem 1. April 1944. Aus Geheimhaltung nannte er den Abschnitt nur „Position Z“ und lieferte geschätzte harmonische Konstanten mit. Doodson rechnete in Bidston auf zwei Maschinen: der Kelvin-Maschine von 1924, 1942 überholt, und der 1906 von Roberts entworfenen. Beide standen in getrennten Räumen, damit eine Bombe nicht beide träfe. 1943 bestand das technische Personal aus Doodson und sechs jungen Frauen, die die Rechnungen ausführten und zusätzlich Brandwache übernahmen.
Was daran neu war
Ungewöhnlich war hier kein Gerät, sondern dass eine Vorhersage für einen Ort erstellt wurde, den der Rechner nicht kannte und für den fast keine Messungen vorlagen. Verfügbar waren Werte für Le Havre und Cherbourg und drei Nebenstationen, deren Tabellen selbst vor Ungenauigkeit warnten. Aufklärung mit Booten und Kleinst-U-Booten brachte nur wenige Messungen, und wegen der Flachwassereffekte war Interpolation unzuverlässig. Farquharson wusste das und schrieb, er arbeite mit geschätzten Konstanten; wie er sie gewann, ist nicht bekannt, vermutlich durch Anpassung der Werte von Le Havre. Der Widerhaken ist doppelt. Doodson erriet aus den Konstanten, wie er Jahre später einräumte, dass es um die Normandie ging — die Geheimhaltung hielt die Rechnung nicht geheim. Und nach heutigen Modellen waren Farquharsons geschätzte Konstanten gut.
Was die Quellen offenlassen: Grundlage sind der Beitrag „D-Day: The Starting Point for Modern UK Oceanography“ (Environment Coastal & Offshore) und Woodworth (2020). Farquharsons Brief und die Akten der Admiralität wurden nicht im Original eingesehen; die ausführliche Darstellung von Bruce Parker in Physics Today (2011), auf die der erste Beitrag verweist, wurde nicht herangezogen. Der erste Beitrag datiert die Kelvin-Maschine auf 1872; nach Woodworth wurde sie 1924 gebaut.
Zusammenhänge
Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.