The Decca Outfit

1944 · Phase Comparison Radio Navigation · Werk 790 von 1.871

The Decca Outfit, 1944, Phase Comparison Radio Navigation

A phase comparison navigation receiver of 1944 on the chart table of a minesweeper in the Channel at night, a blue-grey metal box fifty centimetres wide, rows of ventilation slots in its lid, on its front a small round instrument face, plain and dim, three round black knobs and a thick cable, beside it on a flat black base two round counters, each a small round window, dark, with one thin pointer, a sea chart flat on the table, soft in focus, a hand in a dark blue woollen sleeve on one knob, a lamp hooded in black cloth throwing a narrow pool of light, the bridge windows black beyond.

Wofür es benutzt wurde
Das Bordgerät des Decca-Verfahrens, bei der Admiralität als "Admiralty Outfit QM" geführt. Es verglich die Phase von Dauerstrichsendungen einer Haupt- und mehrerer Nebenstationen und zeigte daraus Standlinien an. Nach dem Bericht des IET-Archivs waren 21 Minensucher und andere Schiffe mit QM ausgerüstet; am 5. Juni 1944 benutzten 17 von ihnen das Gerät, um den Kanal zu queren, in den vorgesehenen Gebieten Minenfelder zu räumen und die geräumten Flächen mit Bojen zu bezeichnen, als Vorbereitung der Landung in der Normandie. Dieselbe Quelle nennt für 1970 mehr als 15.000 Empfangsgeräte auf Schiffen.
Was daran neu war
Decca verglich die Phase von Dauerstrichsendungen statt Impulse; nach dem IET-Archiv war O'Briens System nicht das erste dieser Art. Das Admiralty Signal Establishment interessierte sich ab Oktober 1941 für QM, erprobte es 1942 sowie 1943 und Anfang 1944 auf See, und im unmittelbaren Vergleich mit Gee (Deckname QH) hatte QM die bessere Reichweite und Genauigkeit auf Seehöhe; deshalb wurde es übernommen. Der Widerhaken: Das Verfahren war zweimal abgelehnt worden. US-Armee und -Marine hielten es für zu kompliziert, die Arbeit endete 1939; Robert Watson-Watt prüfte es und verfolgte es nicht weiter, weil es zu leicht zu stören sei. O'Brien schickte seine Unterlagen 1939 an Harvey J. Schwarz von der Decca Record Company - und der Name der Schallplattenfirma blieb am Navigationsverfahren hängen.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Parallel zuThe Loran Receiver1942Zwei hyperbolische Funkverfahren desselben Krieges. O'Brien entwarf das spätere Decca-Verfahren 1937 mit Phasenvergleich, weil Pulsverfahren damals geheim waren; US-Behörden hielten es für nicht praktikabel, 1939 griff es Decca in London auf. LORAN maß Laufzeitunterschiede und baute auf dem britischen GEE auf. Decca mied 1946/47 ein für eine Langwellen-Version von Loran vorgesehenes Band.Beleg: The Genesis of the Decca Navigator System, Journal of Navigation (Cambridge University Press) · A New Era in Time and Navigation, Smithsonian Time and Navigation
  2. Begegnung mitThe Landing Tables1944Normandie, 5. und 6. Juni 1944: Die QM-Kette sendete ab dem frühen Morgen des 5. Juni dauerhaft, bis auf eine Unterbrechung von 28 Minuten, und hielt die führenden Einheiten der Minensuchflottillen auf Kurs über Grund. Die Gezeiten für dieselben Landestrände hatte Doodson in Liverpool vorausberechnet; sie gaben den Ausschlag für den 5., 6. und 7. Juni.Beleg: The Genesis of the Decca Navigator System, Journal of Navigation (Cambridge University Press) · Bruce Parker, The tide predictions for D-Day, Physics Today 64 (2011)

Zum Weiterlesen