A large tabulating machine in a bare machine hall in Berlin in 1936, a long block of black enamelled sheet steel and cast iron on a plinth, two metres ten wide, eighty centimetres deep and one metre twenty-five tall, at its left end a card feed with a stack of sand-coloured cards, in the middle a printing unit with seven type bars and a wide paper roller carrying a sheet of close columns as a grey texture, at the right three small glass windows over counters and a plugboard of round sockets with short patch cords, bright steel parts along the card path, smooth plain panels on every side, bare walls painted pale grey, a seamless stone-composition floor, cold light from milk-glass pendant lamps, further identical machines soft in focus behind, a woman in a plain grey work coat seen from behind at the card feed.
Wofür es benutzt wurde
Die D 11 war eine Tabelliermaschine, also ein rund 1,30 Meter hoher und gut zwei Meter breiter Schrank, der Lochkarten einlas, zählte, rechnete und das Ergebnis selbst ausdruckte. Gebaut hat sie die Deutsche Hollerith-Maschinen Gesellschaft, kurz Dehomag, in Berlin-Lichterfelde. Seit 1924 war sie eine Tochtergesellschaft von IBM. Für die Volkszählung vom 17. Mai 1939 setzte das Statistische Reichsamt Tabellierer dieses Typs ein. Nach Angaben des Heinz Nixdorf MuseumsForums waren rund 750.000 Zähler unterwegs, es standen 80 Millionen Lochkarten bereit, und der Maschinenpark umfasste 400 Locher, 300 Kartenprüfer, 70 Sortier- und 50 Tabelliermaschinen sowie 25 Kartendoppler. Täglich wurden 450.000 Karten gelocht, später bis zu eine Million.
Was daran neu war
Tabelliermaschinen gab es seit 1890, und die Dehomag hatte Lochkartengeräte bis dahin eingeführt, gefertigt und vermietet. Neu war nach Darstellung des Heinz Nixdorf MuseumsForums, dass die D 11 die erste in Deutschland entwickelte Maschine dieser Art war. Sie war das Herzstück vieler Hollerith-Abteilungen. Das Museum nennt rund 1.100 verkaufte Exemplare. Was sie nicht konnte, ist für ihre Geschichte genauso wichtig: Die Lochkarten enthielten keine Namen, sondern nur Zählbezirk und Listenposition. Namen und Adressen trugen die Ergänzungskarten, die nach der Auswertung im Statistischen Reichsamt lagen und anderen Behörden zur Verfügung standen.
Was die Quellen offenlassen: Das Baujahr ist unscharf. museum-digital datiert den Typ auf 1935 bis 1936 und die Bauzeit bis 1945, das USHMM sein Exemplar auf 1930 bis 1939 und schreibt, Maschinen dieses Typs hätten die Zählungen von 1933 und 1939 ausgewertet. Die Zählung 1933 lag vor dem Baubeginn des Typs.