Trevithick High-Pressure Engine

1800 · High Pressure Engine · Werk 86 von 1.871

Trevithick High-Pressure Engine, 1800, High Pressure Engine

Trevithick's compact high-pressure engine, cylinder embedded in the boiler shell, exhaust discharging straight to the air through a short pipe.

Wofür es benutzt wurde
Am 21. Februar 1804 zog eine Hochdruckmaschine auf Rädern zehn Tonnen Eisen in fünf Wagen und siebzig mitfahrende Männer vom Eisenwerk Penydarren zum Kanal bei Abercynon. Trevithick schrieb am Tag darauf, die Strecke sei "above 9 miles", gefahren in vier Stunden fünf Minuten, die Maschine sei im Arbeiten "nearly 5 miles pr hour" gelaufen und habe zwei Zentner Kohle verbraucht. Anlass war eine Wette über 500 Guineen unter den Eisenherren von Merthyr; über die Rollen der Beteiligten widersprechen sich die Quellen. Dieselben Kessel arbeiteten sonst ortsfest, etwa als Pumpmaschinen.
Was daran neu war
Watts Maschinen arbeiteten kaum über Atmosphärendruck. Ein Bericht von 1803 nennt für gewöhnliche Maschinen, auch Watts, selten mehr als 5 Pfund je Quadratzoll, für Trevithicks Maschinen "sometimes equal to 60 pounds". Hoher Druck ohne getrennten Kondensator hieß: viel Leistung in wenig Maschine, klein und leicht genug, um sich selbst zu bewegen. Zeitgleich baute Oliver Evans in Philadelphia Hochdruckmaschinen; wer zuerst war, lässt sich nicht sauber entscheiden. Der Preis war schon bezahlt: am 8. September 1803 zerriss in Greenwich der Kessel einer Trevithick-Maschine, nach dem zeitgenössischen Bericht waren drei Männer sofort tot und drei weitere schwer verletzt, zwei davon ohne Aussicht. Und die Lokomotive von 1804 war zu schwer für die gusseisernen Schienen - ob die Wette je ausgezahlt wurde, ist nicht bekannt; sie endete als ortsfeste Maschine am Hammer des Werks.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. ErmöglichtSalamanca1812Die Middleton-Lokomotive von 1812 musste ihre Maschine selbst tragen; leicht genug wurde sie nur ohne Kondensator, mit Dampf von hohem Druck. Das Science Museum schreibt zu Blenkinsops Zahnradlokomotive, die Anordnung der Maschinen sei an die von Trevithick gebauten angelehnt gewesen.Beleg: Science Museum Group Collection: Model of Blenkinsop rack locomotive ('The arrangement of the engines was based on those built by Trevithick')
  2. ErmöglichtRocket1829Trevithick und Vivian ließen sich 1802 die Hochdruckmaschine ohne Kondensator schützen. Das Science Museum: Hochdruckmaschinen waren gedrungener als ihre Vorgänger und machten die Anwendung des Dampfes als Eisenbahnlokomotive erst praktikabel. Das gilt für die Gattung; dass die Stephensons Trevithicks Maschine vor Augen hatten, sagt keine der Quellen.Beleg: Trevithick's High Pressure Steam Engine and Boiler, c. 1806 (Science Museum Group Collection) · Stephenson's Rocket, Rainhill and the rise of the locomotive (National Railway Museum)

Zum Weiterlesen