Woolf Compound Engine

1804 · Compound Engine · Werk 87 von 1.871

Woolf Compound Engine, 1804, Compound Engine

A Woolf compound beam engine: two vertical cylinders standing side by side upright on the engine-house floor, a small-bore high pressure cylinder and a much larger low pressure condensing cylinder, both closed at the top, both piston rods rising to the SAME end of one great overhead rocking beam pivoted on a masonry wall, the far end of the beam working a pump rod downward, the difference in bore clearly visible between the two cylinders.

Wofür es benutzt wurde
Arthur Woolf war von April 1797 bis Oktober 1806 Betriebsingenieur der Londoner Brauerei Meux. Sein Verbundprinzip, Dampf zuerst in einem kleinen Hochdruckzylinder und danach weiterarbeitend in einem größeren, ging später in die Pumpmaschinen der cornischen Gruben, wo Woolf bei Harvey & Co in Hayle arbeitete; über seinen Partner Humphrey Edwards kam die Bauart nach Frankreich, wo Woolf-Maschinen und -Kessel in Serie gebaut wurden. In Cornwall wurde die Sparsamkeit als "duty" gemessen, in Millionen Fußpfund je Scheffel Kohle. Im Oktober 1814 erreichte eine Woolf-Maschine auf Wheal Abraham 34 Millionen, während der cornische Durchschnitt bei 20,5 Millionen lag; im Dezember 1827 kam eine 90-Zoll-Maschine auf 63,5 Millionen.
Was daran neu war
Neu war nicht die zweizylindrige Dehnung an sich. Jonathan Hornblower hatte 1781 ein solches Patent, kam damit bei Watts niedrigem Druck aber nicht weit und wurde von Boulton & Watt juristisch gestoppt. Woolfs Anordnung wirkte, weil sie das Verbundprinzip mit hohem Kesseldruck verband: erst ein großes Druckgefälle macht die Aufteilung auf zwei Zylinder lohnend. Das Patentjahr wird unterschiedlich angegeben, 1804 und 1805. Der Widerhaken: die Rechnung ging zunächst nicht auf. Bis Mitte der 1820er Jahre hatte die Erfahrung gezeigt, dass die Verbundmaschine unwirtschaftlicher war als die einzylindrige Hochdruckmaschine cornischer Bauart. Erst später, mit höheren Kesseldrücken und vor allem auf See, setzte sich das Prinzip durch.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausHornblower Compound1781Woolf half Hornblower um 1797 über eine Schwierigkeit an dessen Zweizylindermaschine in Meux' Londoner Brauerei hinweg und wurde dort Betriebsingenieur. Sein Patent von 1804 setzte, so die Würdigung von 1874, Hochdruckdampf und Watts Kondensator an Hornblowers Zweizylindermaschine.Beleg: Grace's Guide: Arthur Woolf (Meux's Brewery; 'In 1804 he patented his mode of working high-pressure steam, and Watt's condenser to Hornblower's two-cylinder engine') · Encyclopaedia Britannica: Arthur Woolf ('revived and improved Jonathan Hornblower's compound engine of 1781')
  2. Folgt ausWatt Separate Condenser1769Woolfs Verbundmaschine kondensiert im getrennten Kondensator. Die Würdigung von 1874 fasst sein Patent in einem Satz zusammen: er habe Hochdruckdampf und Watts Kondensator auf Hornblowers Zweizylindermaschine angewandt. Das DNB nennt seine Verbesserungen eine Wiederbelebung von Hornblowers Verbundmaschine, möglich geworden durch das Auslaufen von Watts Patent.Beleg: Grace's Guide: Arthur Woolf, Würdigung von 1874 ('In 1804 he patented his mode of working high-pressure steam, and Watt's condenser to Hornblower's two-cylinder engine') · Dictionary of National Biography 1885-1900: Woolf, Arthur (Wikisource; Patente 1804/1805 Nr. 2772, 2863; Wiederbelebung von Hornblowers Verbundmaschine nach Auslaufen von Watts Patent; Rückkehr nach Cornwall 1812)

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