1974 · Magnetic-Card Programmable Calculator · Werk 945 von 1.871
A training room at the space flight centre in Houston, on a grey steel console a pocket calculator fifteen centimetres tall, its case tapering toward the top, with an olive-bronze frame and a dark brown-black key face, at the top a dark glass window with a faint red glow, two small slide switches, rows of black keys, two yellow-orange keys, one pale blue key and light grey and cream keys, every key plain smooth and unmarked, a hand in a white shirt sleeve sliding a narrow dark magnetic card into the slot under the window, beside it an open white cloth pouch with a hook-and-loop flap, grey consoles with dark screens, fluorescent light.
Wofür es benutzt wurde
Hewlett-Packard verkaufte den programmierbaren Taschenrechner HP-65 ab 1974 für 795 US-Dollar. Das Smithsonian nennt als Anwendungsfelder Wissenschaft, Technik, Finanzen, Statistik, Mathematik, Navigation, Medizin und Vermessung; gebaut war er für wiederkehrende Rechengänge. Programme bis zu 100 Schritten wurden auf fingerbreite, eisenoxidbeschichtete Magnetkarten von etwa 7,2 x 1,1 cm geschrieben und durch einen Schlitz unter der Anzeige eingelesen; zum Lieferumfang gehörten 40 Karten, davon 19 fest bespielt und 1 zum Reinigen des Kopfes. Die NASA wählte den Rechner für den Flug des Apollo-Soyuz-Testprojekts 1975 aus: Er trug Rendezvous- und Lenkungsgleichungen und sollte einspringen, falls der Apollo Guidance Computer ausfiel. Das Smithsonian-Exemplar wurde in Singapur gebaut.
Was daran neu war
Das National Air and Space Museum nennt den HP-65 "the first magnetic card programmable handheld scientific calculator". Die Einschränkungen in diesem Satz tragen die Aussage: handgehalten, wissenschaftlich und magnetkartenprogrammiert war erst die Kombination. Der Rechner konnte, was ein Taschengerät vorher nicht konnte: ein selbst geschriebenes Programm dauerhaft außerhalb des Gehäuses ablegen und beliebig oft zurückholen. Das Smithsonian hält fest, dass Mitarbeiter von Hewlett-Packard das Gerät einen "personal computer" nannten - eine Maschine mit 35 Tasten und 100 Programmschritten. Der Widerhaken liegt im Verhältnis: ein Serienprodukt für 795 Dollar flog 1975 als Rückfallebene für den Bordrechner eines Raumfahrzeugs mit.
Was die Quellen offenlassen: Preis, 100 Schritte, Kartenzahl und Fertigung in Singapur stehen auf der Smithsonian-Objektseite, die Apollo-Soyuz-Rolle auf der Objektseite des National Air and Space Museum. Das NASM-Exemplar ist laut Museum möglicherweise erst später von der NASA erworben worden; ob es selbst 1975 flog, sagt die Seite nicht.