1947 · Acoustic Delay Storage · Werk 601 von 1.871
A long sealed steel tube of mercury lying horizontally, wrapped in a thick lagged jacket of felt and cloth bound with cord, a quartz crystal transducer clamped in a brass fitting at each end with its lead brought out through a threaded gland, a small round inspection window in the jacket showing the mercury surface within as a dull silver mirror, the tube resting in two cast cradles on a plain metal chassis, seen close so the tube and its end fittings fill the frame, a single soft light from behind the far end grazing the brass fittings warm against the grey lagging, the tube standing alone against pure black.
Wofür es benutzt wurde
Ein Quecksilber-Laufzeitspeicher war ein Stahlrohr voll Quecksilber mit je einem Quarzkristall an den Enden. Der eine Kristall schlug die Bits als Schallimpulse in das Quecksilber, der andere fing sie wieder auf; weil Schall darin nur etwa 1.450 Meter je Sekunde zurücklegt, war die Laufzeit der Speicher. Beim EDSAC in Cambridge bestand der Hauptspeicher nach Angabe des Computer Laboratory aus "32 tanks", jeder "about 5 ft long", jeder mit 32 Zahlen von 17 Binärstellen, "one being a sign digit"; zusammen "1024 storage locations in all", bei 500 kHz Takt. Der UNIVAC I hatte sieben Tanks mit je 18 Kanälen für 1.000 Wörter. Was das wog, sagt die Beschriftung des Computer History Museum: "Each tube weighed nearly 800 lbs when filled with mercury" — ein Satz dieser Gestelle samt Elektronik gab dem Rechner "a memory of about 1.5 KB".
Was daran neu war
Neu war nicht die Verzögerungsleitung, sondern die Rückkopplung, die aus ihr einen Speicher machte. Die Leitung kam aus dem Radar; das Computer History Museum formuliert: "Advances in radar during World War II had an unanticipated spinoff: delay lines as computer memory." J. Presper Eckert und John W. Mauchly meldeten am 31. Oktober 1947 das Patent "Memory system" an, erteilt am 24. Februar 1953. In der Arbeit von Auerbach, Eckert, Shaw und Sheppard von 1949 stehen zwei Prioritäten für Eckert: "Eckert was the first to use mercury as the acoustic medium and the first to use nonreflective backings on the quartz crystal transducers" — im selben Abschnitt nennen die Autoren Vorläufer, das Scophony-Fernsehsystem und Arbeiten von Shockley bei den Bell Telephone Laboratories, deren Leitungen nicht regeneriert wurden. Der Widerhaken steht im Patent selbst: Quecksilber ist dort nur die bevorzugte Flüssigkeit, "other liquids may be used for the transmission of the acoustic waves".
Was die Quellen offenlassen: Die Menge Quecksilber in einem EDSAC-Tank nennt keine eingesehene Quelle; belegt ist nur das Gesamtgewicht einer gefüllten UNIVAC-Röhre. Zur EDSAC-Wortlänge nennt Cambridge 17 Bit je Kurzwort; zwei benachbarte Plätze fassen eine Zahl von 35 Bit einschließlich Vorzeichen.