The Temperature Bath

1949 · Thermal Regulation · Werk 603 von 1.871

The Temperature Bath, 1949, Thermal Regulation

A mercury delay line submerged in a rectangular oil bath, the oil amber and still, a mercury-in-glass thermometer standing upright in it with a fine silver thread in the bore, a slow paddle stirrer on a vertical shaft, a chart recorder beside the bath with its pen drawing a nearly flat line on a slowly turning paper drum, brass fittings of the line showing warm through the oil, seen close so the bath and the recorder drum fill the frame, a single soft light from behind the bath passing through the amber oil, deep black all around.

Wofür es benutzt wurde
Die Schallgeschwindigkeit in Quecksilber hängt von der Temperatur ab, und damit hängt die Länge des Speichers von seiner Wärme ab. Das Handbuch von Engineering Research Associates von 1950 nennt die Größenordnung: Die Geschwindigkeit ändert sich "about 1 part in 3,000 for each degree centigrade change in temperature" — wer 3.000 Bits in einer Leitung hält und die Temperatur nicht auf ein Grad kennt, liest die Bits richtig und weiß doch nicht, welches Bit gerade kommt. Deshalb steckte jeder Tank des UNIVAC I in einem geheizten Mantel. Das Computer History Museum beschreibt es so: Das Quecksilber wurde "held at a constant 149ºF" — also 65 Grad Celsius. Geheizt wurde zweifach: Eine Wechselstromspule von 230 Ohm brachte den Tank grob auf Temperatur, eine Gleichstromspule von 3.500 Ohm hielt ihn fein. Bis alle Tanks warm waren, verging nach dem Wartungshandbuch etwa eine Dreiviertelstunde.
Was daran neu war
Neu war, dass der Speicher nach seiner eigenen Laufzeit geheizt wird. Einer der 18 Kanäle jedes Tanks war kein Datenkanal: "Channel 18 is the temperature-control channel", und er regelt die Heizung über das Ergebnis einer Messung — "the temperature-control channel, which measures the transit time of a pulse through the mercury". Die Arbeit von 1949 nennt die Umkehrung, die darin liegt: In Entwürfen früherer Rechner habe man den Takt der Temperatur des Quecksilbers nachgeführt; jetzt gebe ein quarzgesteuerter Taktgeber die Zeit vor, "which in turn controls the mercury temperature, and hence controls the circulation time of the tanks". Der Preis: Von 126 Kanälen gingen sieben für die Vermessung der eigenen Wärme weg, und ein Überhitzungsschalter nahm nicht nur die Heizung, sondern den Rechner mit — "The overheat switch cuts off a-c heat to all tanks, cuts off d-c power to the computer".

Was die Quellen offenlassen: Die oft genannten 40 Grad Celsius gelten nicht für den UNIVAC I: Dessen Wartungshandbuch nennt 65 Grad, das Computer History Museum 149 Grad Fahrenheit. Belegt sind 40 Grad für den CSIRAC in Melbourne, dessen Heizkasten "the coffin" hieß. Die Toleranz gibt die Arbeit von 1949 mit "±0.3° absolute" an, nicht mit ±0,1 Grad. Für den EDSAC fand sich keine Solltemperatur aus einer Primärquelle.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Wirkt zusammen mitMercury Delay Line1947Die Quecksilberrohre wurden auf gleichmäßiger Temperatur gehalten. Bei CSIRAC lagen sie in einer Holzkiste, "affectionately referred to as the coffin"; eine Heizung darin hielt sie "at a constant temperature of about 40 degrees Celsius". Bei EDSAC waren es lange Stahlrohre, "filled with mercury".Beleg: CSIRAC: Our first computer - School of Computing and Information Systems, University of Melbourne · Delay line storage in EDSAC - pick your poison - The National Museum of Computing

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