Cornish Beam Engine

1812 · Pumping Engine · Werk 91 von 1.871

Cornish Beam Engine, 1812, Pumping Engine

A Cornish pumping engine in its granite engine house above a mine shaft, beam projecting through the bob wall, pump rods descending into darkness, Atlantic cliffs beyond.

Wofür es benutzt wurde
Sie pumpte Wasser aus den Zinn- und Kupfergruben Cornwalls. Trevithicks Maschine von 1812 auf Wheal Prosper arbeitete mit einem gebrauchten Zylinder von 610 mm, angeblich aus der Zinngrube Relistian und einem Kessel mit gut 276 kN/m2 Überdruck; sie hielt drei Pumpensätze in 36,6, 36,6 und 18,3 Metern Teufe in Gang. Cornwall hatte keine eigene Kohle. Sie kam per Schiff aus Bristol und Südwales, und der Maultiertransport vom Hafen zur Grube kostete nach Angabe der Welterbeverwaltung oft noch einmal dasselbe. Sparsamkeit war hier keine Tugend, sondern eine Rechnung. Ab 1837 übernahmen auch Wasserwerke die Bauart: die 90-Zoll-Maschine der Grand Junction Waterworks in Kew, gebaut 1846, Balken 32 Tonnen, hob je Hub 472 Gallonen und zuletzt 6,4 Millionen am Tag - bis 1943. Der Mann, dessen Maschine nach eigener Angabe fast die doppelte Leistung je Kohlemenge brachte, ging 1811 in Konkurs und starb 1833 mittellos. Die Grube schloss 1837; wo seine beiden Maschinen blieben, ist unbekannt.
Was daran neu war
Neu war nicht der Balancier, sondern die Verbindung zweier Dinge, die vorher getrennt blieben: Hochdruckdampf expansiv arbeiten lassen und trotzdem kondensieren. Trevithicks Biograph nennt 1872 zwei Neuerungen seiner ersten Wheal-Prosper-Maschine von 1811, der Plungerkolbenmaschine - den Kessel, der Hochdruckdampf sicher lieferte, und den Plungerkolben anstelle des Kolbens, ausdrücklich auch deshalb, weil er sich von Mechanikern ohne Support-Drehbank und Hobelmaschine bauen ließ. Gleichzeitig arbeitete Arthur Woolf in Cornwall an der Verbundmaschine. Die Leistungszahlen jener Jahre sind mit Vorsicht zu lesen: die 40 Millionen für die Plungerkolbenmaschine auf Wheal Prosper stammen aus einem Brief Trevithicks selbst vom 26. Januar 1813, und die Bezugsgröße schwankt zwischen dem Cornish Bushel zu 84 Pfund und Watts Bushel zu 112 Pfund.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausTrevithick High-Pressure Engine1800Die Cornish-Maschine arbeitet mit Dampf von hohem Druck, den erst Trevithicks Cornish-Kessel sicher lieferte, und schneidet ihn früh ab, damit er sich ausdehnt. Der Welterbe-Text nennt Trevithicks Einfluss auf die Grubenmaschinen beträchtlich, "particularly following the introduction of his high-pressure 'Cornish' boiler".Beleg: Cornish Mining World Heritage Site / Cornwall Council: Richard Trevithick (1771-1833) and the Cornish Engine (PDF) · Encyclopaedia Britannica: Cornish engine (von Trevithick mit örtlichen Ingenieuren vervollkommnet, doppelt so sparsam wie die Watt-Bauart)
  2. Folgt ausWatt Separate Condenser1769Selgin und Turner nennen die Cornish-Maschine einen Zwitter: gemacht aus kondensierenden Boulton-und-Watt-Maschinen, die auf mäßig hohen Druck von etwa 40 psi umgestellt wurden. Der Kondensator bleibt: Der Dampf über dem Kolben dehnt sich aus, während der ausgestoßene Dampf darunter im Kondensator abkühlt und ein Vakuum zieht. Trevithicks Puffer dagegen kam ohne Kondensator aus.Beleg: George Selgin und John Turner, Strong Steam, Weak Patents, Arbeitspapier vom 8. April 2009, Fußnote 12 und Abschnitt zur Umrüstung in Cornwall · Bernard Deacon, What was a Cornish engine? (Cornish studies resources)
  3. Wirkt zusammen mitCrowns Engine Houses1835Das untere der beiden Crowns-Häuser bei Botallack nahm eine Pumpmaschine auf. Haus und Maschine sind ein Stück: die Bob-Wand aus behauenem Granit trägt den Balancier, bei einer großen Pumpmaschine womöglich über 50 Tonnen, und die übrigen Wände steifen sie gegen die Schwingkräfte aus.Beleg: Cornwall Heritage Trust, Cornwall For Ever!: The Crowns (unteres Haus Pumpmaschine, oberes Haus Fördermaschine; Häuser der 1830er und 1860er Jahre) · Cornish Mining World Heritage Site: Engine Houses (Bob-Wand aus behauenem Granit, trägt den Balancier, über 50 Tonnen, übrige Wände steifen sie aus)

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