IBM 1301 Disk Storage

1961 · Disk Storage Unit · Werk 637 von 1.871

IBM 1301 Disk Storage, 1961, Disk Storage Unit

A disk storage unit of 1961 in an airline reservations computer room, a cabinet about one metre seventy-five tall in pale grey-blue sheet steel with a large glass window, behind the glass a stack of twenty-five metal disks sixty centimetres across on one vertical shaft, their surfaces dark red-brown with bright bare metal rims, about two centimetres of space between each disk and the next, at the side of the stack a vertical carrier with fifty flat aluminium arms reaching between the disks all at once, a small slider with a head at the tip of each arm, the arms caught halfway into the stack, raised white floor tiles, further pale cabinets in soft focus, even fluorescent light.

Wofür es benutzt wurde
Die IBM 1301 war ein Plattenspeicher für Großrechner. Ein Modul enthielt 25 Platten von 24 Zoll Durchmesser, die mit 1.800 Umdrehungen je Minute liefen und zusammen 28 Millionen Zeichen hielten. IBM kündigte das Gerät 1961 an und lieferte es ab 1962 an Kunden aus. Es hing an den großen Maschinen der 7000er-Reihe und am IBM 1410. Das Platzbuchungssystem SABRE, das American Airlines und IBM in den 1960er-Jahren aufbauten, arbeitete mit sechzehn 1301-Einheiten. Der Schreib-Lese-Kopf lag nicht auf der Platte auf, sondern schwebte über jeder Scheibenoberfläche.
Was daran neu war
Der schwebende Kopf war nicht neu. Das Computer History Museum nennt Jake Hagopian, der ihn 1954 ersann, und schreibt, dass IBMs Modell 353 und ein Gerät von Bryant mit fliegenden Köpfen früher auf den Markt kamen; erst der kommerzielle Erfolg der 1301 machte die Bauweise zum Standard. Der Unterschied lag in der Luftversorgung. Der ältere RAMAC 350 drückte Druckluft unter den Kopf. Die 1301 trug ihn auf dem Luftpolster, das die drehende Platte selbst erzeugt. Dadurch sank der mittlere Abstand zwischen Kopf und Oberfläche von 800 auf 250 Mikrozoll, und die Flächendichte stieg auf 26.000 Bit je Quadratzoll, das Dreizehnfache des RAMAC-Wertes. Der Gewinn kam also nicht davon, dass etwas hinzukam, sondern davon, dass ein Teil wegfiel: die Druckluftanlage.

Was die Quellen offenlassen: Die Kapazitätsangabe ist kontextabhängig: Das Computer History Museum nennt 28 Millionen Zeichen je Modul ohne Bezug auf eine Rechnerreihe; die Seite der Columbia University nennt 28 Millionen im Zusammenhang mit der 7000er-Reihe, im Zusammenhang mit dem IBM 1410 dagegen 25 Millionen. Zugriffszeiten und Mietpreise konnten nicht belegt werden.

Zusammenhänge

Jeder Verweis nennt seine Art. „Vorläufer“ allein wäre eine Behauptung.

  1. Folgt ausIBM 350 Disk Stack1956Der 1301 folgte dem RAMAC-Plattenspeicher 350; sein Projekt zielte auf die zehnfache Kapazität des RAMAC bei einem Zehntel der Zugriffszeit. Die Druckluftköpfe des RAMAC wären dafür zu teuer geworden und erlaubten den kleinen Abstand zur Platte nicht; der 1301 erhielt als erstes Plattenprodukt fliegende Köpfe, einen je Plattenseite.Beleg: A. S. Hoagland, IBM 1301 (including Models 1301/1302 and 353), 1961 (1. März 2013)

Zum Weiterlesen