Die Revolutionäre

Jedes vierzigste Werk zeigt keinen Gegenstand, sondern einen Menschen an einem datierten Tag mit einer Maschine.

Die Sammlung folgt der Technik von der Dampfmaschine bis zur lernenden Maschine. Maschinen handeln nicht von selbst. Jemand entscheidet, wofür sie da sind, wer an ihnen arbeitet, wer daran verdient und wer dafür bezahlt. Deshalb gehört jeder vierzigste Platz einem Menschen: Königinnen und Kaiser, Industrielle, Revolutionäre, ein angeklagter Gewerkschafter, Diktatoren.

Jedes dieser Werke ist ein Moment, kein Porträt: der Tag, an dem die Folgen einer Maschine politisch wurden. Königin Victoria eröffnet die Weltausstellung, Marx antwortet auf einen Trinkspruch auf die Proletarier Europas, Ford verkündet den Fünf-Dollar-Tag, Stalin fährt mit der noch nicht eröffneten Moskauer Metro. Datum, Ort und Geschehen sind belegt; die Werkseite nennt die Quellen und sagt offen, was die Überlieferung offenlässt.

Nur die benannte Person ist mit erkennbarem Gesicht zu sehen, nach einer gemeinfreien Fotografie als Vorlage. Alle anderen bleiben namenlos. Niemand in dieser Reihe wird geehrt oder verspottet. Jede Seite sagt, wer dieser Mensch war, was er in Gang gesetzt hat und was es gekostet hat.

Die Reihe bisher

Weitere folgen mit den späteren Epochen.